Archiv für die Kategorie ‘Notizen’

Sommernacht

Freitag, 24. April 2009

Beim Durchforsten alter Schriften stieß ich auf folgenden lyrischen Erguß. Ich bitte um zahlreiche Interpretationen.

Sommernacht

Blauer Planet mit den blöden Erbrechen, umarme mich, Erde!
Tanzende Träume sind rot, spinnen vor singender Wut.
Sieh doch! Reite von dannen! Es spiegeln sich Schatten im Nebel.
Hinterster Mythos erwacht grobsinnlich grell im Azur.

Albion sieht von der Leitwarte einen puristischen Lindwurm.
Luna verträgt nicht den Trunk, Satyr zerschneidet das Brot.
Lieblich gewittert der Nachthimmel. Irgendein Gott auf der Lichtung
streichelt den Boden. Spontan leuchtet erzitternd das Moos.

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Alle Jahre wieder…

Mittwoch, 24. Dezember 2008

… gibt es ein Weihnachtsmärchen.

Frohes Fest!

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Die Yip Yips

Dienstag, 09. September 2008

Nachdem ich nun schon einen Cocktail Yip Yip! genannt habe, möchte ich nun auch noch die bestimmt schon längst bekannten Yip Yips vorstellen.

Die Yip Yips sind Charaktere aus der Sesamstraße. Es handelt sich dabei um außerirdische Besucher, vermutlich kommen sie vom Mars, und staunen über Uhren, Telefone, Radios, etc. Und wenn sie sich erschrecken, verstecken sie sich hinter ihrer Kinnlade. Das sieht sehr lustig aus.

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Die Legende von Antonius von Gerlangen

Montag, 08. September 2008

Es war ein Mann, der hieß Antonius von Gerlangen. Der war fromm und rechtschaffen, gottesfürchtig und mied das Böse. Reif an Jahren und reich an Erfahrung beherrschte er die Braukunst wie kein zweiter.

Doch, ach, die Zeiten waren schlecht. Es begab sich im Jahre 1523 des Herrn. Seit Jahren herrschten Dürre und Hunger und Not. Auch heuer schien der Sommer keine reiche Ernte zu bescheren. Wie mager ist das Vieh geworden, das einst so zahlreich weidete? Die Äcker liegen wie brach, nur vereinzelt kämpft sich die Gerste durch das verdorrte Gras.

Doch Antonius von Gerlangen wußte: Gott ist barmherzig, Gott gibt, Gott ist großzügig. Also beschloß er, ein Bier zu brauen, ihm zu Ehren, aus dem Besten, was er ihnen bescherte.

Und er sprach zu den Bauern: Seit Jahren leiden wir Hunger und Not, unser Vieh ist mager und die Äcker liegen wie brach. Doch wisset: Gott ist barmherzig, Gott gibt, Gott ist großzügig. So gebet den besten
Teil eurer Ernte, auf daß ich zu seinen Ehren das beste Bier wohl brauen werde.

Und die Bauern sprachen: Ja, Gott ist barmherzig, Gott gibt, Gott ist großzügig. Und sie sprachen: Wir wollen das allerbeste Korn geben, damit Gott zu Ehren das allerbeste Bier gebraut werde.

Doch, aber, da waren Zweifler und sie sprachen: Seht doch! Seit Jahren herrschen Dürre und Hunger und Not und auch heuer will er uns keine gute Ernte bescheren. Doch die seinen sprachen: Wir geben unser bestes Korn, um Gott zu Ehren das beste Bier zu brauen. Gott wird uns eine reiche Ernte bescheren.

Und so begab es sich in der zweiten Woche des siebten Monats, daß zu Ehren Gottes ein Faß Bier, gebraut zu Ehren Gottes, wohl angestochen wurde. Antonius von Gerlangen sprach: Sieh, Gott, die Zeiten sind schlecht. Seit Jahren herrschen Dürre und Hunger und Not. Das Vieh ist mager geworden und die Äcker, ach, sie liegen wie brach. Doch dir zu Ehren, oh, Herr, haben wir dir aus der besten Gerste und dem edelsten Hopfen ein Bier gebraut, auf daß es dir wohl mundet wie kein anderes. Und also ward das Faß angestochen und es floß das Sommerbier, die Bauern tranken und feierten und lobpreisten Gott.

Doch die Zweifler sprachen: Narren seid ihr! Verschwendet euer bestes Korn, berauscht euch, feiert ausgelassen, obwohl die Ernte so knapp ist, daß ihr nicht über den Winter kommt. Doch die Bauern sprachen: Gott ist gerecht, Gott ist barmherzig. Er wird uns eine reiche Ernte bescheren.

Und es ward ein herrlicher Sommer, das Korn gedieh prächtig, das Gras auf den Wiesen war saftig, das Vieh wohlgenährt. Auf den vertrockneten Wiesen der Zweifler stand das schwächliche, abgemagerte Vieh und die
Äcker der Zweifler lagen wie brach.

Und die Zweifelnden sahen: Gott ist gerecht, Gott ist großzügig. Und sie beteten zu Gott: Oh, Herr, vergib uns unseren Zweifel, vergib uns, daß wir zweifelten an deiner Güte und Barmherzigkeit. Und Gott ist großzügig, Gott vergibt. Gott vergibt auch seinen Zweiflern, wenn sie auf den rechten Weg zurückgefunden haben.

Der Sommer bescherte eine Ernte so reich, daß sie wohl für sieben Winter gereicht hätte. Und auch die Zweifler hatten im Winter satt zu essen.

Fortan gaben alle Bauern jedes Jahr den besten Teil ihres Korns, auf daß Antonius von Gerlangen Gott zu Ehren ein Bier braue, wie es kein zweites gibt. Und fortan bescherte der Sommer stets eine reiche Ernte.

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Schrecklich

Donnerstag, 07. Februar 2008

Ein Rasierwasser aus Warnemünde
Verlor gestern beim Skat seine Flinte.
Was ist da geschehn?
Wie soll sowas gehn?
Ich kenn leider auch nicht die Gründe.

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Elche

Freitag, 05. Mai 2006

Ein frierender Elch stand im Laden
und wollte sich wärmen die Waden.
Er durfte ins Bett.
Das fand er sehr nett
und kaufte nur noch in dem Laden.

Zwei Elche, die standen im Regen
und wollten sich gar nicht bewegen,
denn der Regen war naß,
da ham Mücken kein Spaß.
Das war für die Elche ein Segen.

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Biertrinken in Lützen

Montag, 20. Februar 2006

Ein Trunkenbold war einst in Lützen,
und hatte schon mächtig ein’ sitzen.
Es war kurz vor halb vier,
er bestellt noch ein Bier
und sagt “Prost!” und “Es möge mir nützen!”

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Kuchen in Freiburg

Mittwoch, 05. Oktober 2005

In Freiburg einst buk eine Oma
‘nen Kuchen mit strengem Aroma.
Durch ein Fenster kam Luft
und entwich auch der Duft,
sonst läge sie sicher im Koma.

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Erschrocken in Rostock

Freitag, 30. September 2005

Erschrak da ein Herr einst in Rostock.
Der glaubte, er hört einen Kobold.
Doch das war nicht der Fall
und er sagte nur: Ach!
Ich hatte zuviel von dem Bock wohl.

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Der große Traum

Sonntag, 28. August 2005

Ein Vogel saß auf einem Baum
und träumte ‘nen ganz großen Traum:
Gewinnen wollt er
eine Reise ans Meer,
doch Hoffnung, die hatte er kaum.

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