Nachtbus oder zu Fuß?

Mit dem ersten Nachtbus heimzufahren, ist irgendwie eigenwillig. Es ist irgendwie alles anders, so ungewohnt, vor allem so ungewohnte Gesichter. Für gewöhnlich fahre ich mit dem zweiten oder dritten Nachtbus, zwar nicht Tag für Tag, doch aber Woche für Woche und das fast täglich.

Oder aber ich laufe. Ich bin schließlich auch ein leidenschaftlicher Fußgänger und bei schönem Wetter kann man laufen. Es kostet zwar etwas mehr Zeit, aber warum soll man über etwas nachdenken, was man ohnehin nicht hat?

Bei schönem Wetter kann man also laufen. Und eigentlich ist ja immer schönes Wetter. Da kann es mitunter schütten und stürmen, aber das Wetter ist noch immer so schön, daß man lieber heimläuft, als den Nachtbus zu nehmen. Völlig klar! Der Mensch ist faul, zumindest mein Exemplar, und der Weg zum Nachtbus ist oftmals ein Umweg. Man wäre zwar eher am Ziel und nach dem Weg zur Haltestelle noch lange nicht so durchnäßt wie nach dem kompletten Heimweg zu Fuß, aber es ist ein Umweg und das Unwetter schön.

Oder aber der Nightliner – so heißen die Nachtbusse hier – fährt mal wieder zu einer Zeit, wo ich noch gar nicht nach Hause will. Oder ich will nach Hause, aber der Nachtbus noch nicht. Dann muß man natürlich wieder laufen, ist ja auch viel bequemer als an irgendeiner Haltestelle zu warten, wo das Haltestellenschild jedes Gespräch mit Ignoranz abblockt und im Keime erstickt.

Beschreitet man den Heimweg zu Fuß, hat man natürlich auch die Möglichkeit, schöne Momente festzuhalten, mit der Kamera, allerdings scheitert es wie immer am Stativ, was keine Lust auf die Nachtwanderung hatte. Wenn das Stativ wüßte, was es alles verpaßt…

Die Frage, ob Nachtbus oder zu Fuß, ist noch nicht endgültig geklärt.

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