Nachlese Silvester

Es ist der 24. Mai, das Jahr dauert noch gut drei Stunden, als ich auf der Silvesterparty eintreffe.

Es ist noch nicht geschmückt. Wir blasen also Luftballons auf und während der Rest den Raum verschönert, beginne ich in der Küche, die Feuerzangenbowle vorzubereiten.

Ich schäle und zerkleinere die Orangen. Die Hände kleben und die Kehle ist trocken. Letzteren Mißstand behebe ich mit Bier, ersteren mit Leitungswasser. Die Orangen sind im Topf, ich fülle mit Glühwein auf. Dann wird erhitzt.
Die Würstchen werden auch erhitzt, allerdings in einem anderen Topf.

So langsam füllt sich der Raum nebenan, sie alle sind gekommen, um gemeinsam das Jahr ausklingen zu lassen. Es werden die Würstchen gereicht, dazu Zwiebelbaguette, Senf und Brotaufstrich.

Es wird Zeit für die Feuerzangenbowle und die diese also vollendet, das Licht ist aus, der in Rum getränkte Zuckerhut brennt.

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Die Tassen sind gefüllt, das Jahr geht langsam zur Neige, es wird beschlossen, endlich mit dem Bleigießen zu beginnen, wir brauchen schließlich etwas Zukunft. Das Erhitzen den Bleis gestaltet sich schwierig, dennoch kommen brauchbare Ergebnisse heraus.

Das Jahr dauert noch zwanzig Minuten, wir beschließen, den Jahreswechsel am Augustusplatz zu feiern. Es sind zwar nur fünf Minuten Weg dorthin, aber wir brechen trotzdem schon auf, denn es ist immer ein ziemliches Gedränge dort, wenn in das neue Jahr hineingefeiert wird.

Auf dem Weg zum Augustusplatz, auf dem es diesmal ziemlich ruhig ist, schließen sich drei weitere Leute unserer Gruppe an.

Wir sind am Augustusplatz angekommen und beginnen, unsere Gläser zu füllen, denn wir wollen pünktlich um Mitternacht anstoßen. Da tönt auch schon vom Kroch-Hochhaus die Glocke her, wir zählen herunter.

Da ist es also, das neue Jahr. Es beginnt ein allgemeines Umarmen, Beglückwünschen, Sekttrinken. Auch Feuerwerkskörper fehlen nicht.

Die Sektflaschen sind leer, wir gehen zurück und beginnen die nächste Runde Feuerzangenbowle und feiern weiter in das neue Jahr hinein.

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Gegen 4:20 Uhr löst sich die Gesellschaft spontan auf.

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