Nachtbus oder zu Fuß?

Ein Fußmarsch hat gegenüber der Fahrt mit dem Nightliner einen Vorteil: Man kann Umwege machen.

Im Nachtbus geht das nicht. Da steigt man ein, fährt den immer gleichen Weg bis zur Zielhaltestelle, steigt dort aus und überquert noch die Straße, dann ist man zu Hause.

Der Fußgänger aber kann einfach mal spontan abbiegen und einen Umweg beginnen. Und dann sieht der Nachtwanderer Sachen, die er auf seiner Standardroute nicht sieht, nicht sehen kann.

Auch heute entschied ich mich auf einmal, einen anderen Weg zu beschreiten. So bog ich also ab und schritt dann auf der Bernhard – Göring – Straße gen Süden. Zwischen Kantstraße und Richard – Lehmann – Straße stand unvermittelt ein Stuhl auf der Straße.

Ihm war innen wohl zu stickig, so ging er raus, die sternklare Sommernacht zu genießen.

Die Frage, ob Nachtbus oder zu Fuß, ist deswegen aber noch immer nicht geklärt.

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