Weihnachtstrunk

Ich komme von einem Weihnachtstrunk. Dort gab es selbstgebrauten Weihnachtstrunk und eine Burg zu besichtigen.

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Als ich am Albrecht-Dürer-Platz entlag schreite, kommt mir Eichendorff in den Sinn.

Markt und Straßen stehn verlassen,
Still erleuchtet jedes Haus,
Sinnend geh‘ ich durch die Gassen,
Alles sieht so festlich aus.

An den Fenstern haben Frauen
buntes Spielzeug fromm geschmückt.
Tausend Kindlein stehn und schauen,
Sind so wunderstill beglückt.

Und ich wandre aus den Mauern
bis hinaus ins freie Feld,
Hehres Glänzen, heil’ges Schauern!
Wie so weit und still die Welt!

Sterne hoch die Kreise schlingen,
Aus des Schnees Einsamkeit
Steigt’s wie wunderbares Singen –
O du gnadenreiche Zeit!

Am Markt bin ich leider nicht vorbeigekommen, aber die Straßen waren wirklich verlassen, erleuchtet von der Straßenbeleuchtung. Und doch läßt das tatsächlich sehr einsam umherliegende Weiß alles in einer gefälligen Stimmung versinken. So schreite ich zwischen den Mauern durch die weite und stille Welt und freue mich, daß mir Eichendorffs Weihnachtsgedicht in den Sinn gekommen ist.

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