Nebel

Schon als ich das Haus verlies, war er wahrnehmbar: der Nebel. Aber man konnte noch weit blicken.

Auf dem Heimweg dann sah ich vielleicht noch hundert Meter, danach war alles in Grau gehüllt.

Eine Strähne fällt mir ins Gesicht, ich streiche die Strähne zurück und mir durch mein Haar. Es ist naß. Ich erinnere mich. Nebel ist Niederschlag.

Ich höre eine Straßenbahn kommen, vor mir liegt eine graue Wand. Die Geräusche werden immer lauter, sie ist schon ganz nah. Plötzlich tauchen zwei kleine Lichter auf und entwickeln sich schnell zu einem Tatra-Wagen, dern an mir vorbeifährt, dessen Rücklichter schon bald wieder im Nebel verschwunden sind.

Bei diesem Wetter sind Parks besonders schön. Diese alten, starren, kahlen Bäume, die darauf warten, endlich ausschlagen zu können, sind weichgezeichnet vom Nebelschleier, nur spärlich beleuchtet von dem diffusen Licht der Straßenlaternen.

Ich höre ein Motorengeräusch. Ein Fahrzeug kommt immer näher. Vier Lichter erscheinen, der Nachtbus N9 kommt mir entgegen.

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