Nach all den wunderbaren Jahren

Es war im Dezember 2004. Angespornt durch selbstgebaute Pfefferkuchenhäusschen beschlossen der Keiler und ich den Bau einer Pfefferkuchenburg. Wir planten das Aussehen, fertigten entsprechende Schablonen und besorgten uns die Zutaten.

Wir besorgten aber dummerweise nicht alle Zutaten. So mußten wir im ersten Anlauf erfahren, daß Hirschhornsalz und Pottasche doch wichtige Zutaten waren. Das Backwerk war hart, an eine Weiterverarbeitung war nicht zu denken. Wenigstens ließ sich die Bodenplatte und das Burggrabenkrokodil verwenden.

Im zweiten Anlauf hatten wir dann alle notwendigen Zutaten. Der Teig wurde zubereitet, ausgerollt und entsprechend der Schablonen geschnitten. Und dann kam alles in den Ofen. Nach dem Backen mußten wir die zweite Lektion lernen: Es existiert ein Teigausdehnungskoeffizient. Die Burg wurde somit größer als geplant und so mußte eine weitere Bodenplatte her.

Wir haben dann mehrere Teil zzurechtgeschnitten und gelernt: Für gerade Schnitte lohnt sich die Hinzunahme einer Tafel Schokolade. Schokolade läßt sich auch sehr gut in Zinnen verwandeln. Und Fenster und Türen lassen sich auch durch Schokosplitter ans Backbauwerk bringen.

Nach zwei Tagen Arbeit wurde reichlich Puderzucker über der Burg verteilt, schließlich war ja Winter. Und so sah die Burg dann aus:

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Nach nunmehr fünfeinhalb Jahren ist der Schnee grau geworden und überhaupt sah die Burg nicht mehr so schön aus. Eine Sanierung wäre zu aufwendig gewesen und unter Denkmalschutz stand sie auch nicht. Und so kam das Unvermeidliche: Die Burg wurde abgebrochen und es bleiben nur noch die Erinnerungen.

Die Frage ist nun: Welches Bauwerk könnte ich als nächstes aus Pfefferkuchen nachbauen?

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