Ein Weihnachtskonzert

Auf dem Stuhl liegt ein A4-Blatt. Auf der einen Seite steht der Text von „Vorfreude, schönste Freude“, auf der anderen Seite der von „O Tannenbaum“. Rechts von der Bühne steht ein Weihnachtsbaum, links von der Bühne eine Palme. Scheinwerfer strahlen die Säulen rot an.

Ein Bänker begrüßt das Publikum und spricht einige angekündigte Dankesworte. Der Abend, so sagt er, wird von Peter Zimmer vom MDR moderiert werden.

Es geht los mit einem Werk von Haydn, gespielt von drei Mädels, eine am Klavier, eine an der Violine, eine am Violoncello. (Würde man Klavier durch Piano und Violoncello durch Cello ersetzen, könnte man von einer PVC-Besetzung reden.)

„Weihnachten in Familie ist das Thema heute.“ begrüßt der Moderator. Er spricht noch ein paar weitere Sätze und möchte dann, daß das Publikum mitsingt. Er hofft, daß die Leute die „drei Strophen“ des vierstrophigen Liedes „Vorfreude, schönste Freude“ kennen. Es singen allerdings nicht alle mit. Dennoch befürchte ich hin und wieder, daß Glas springen könnte.

Beim nächsten Stück muß das Publikum nicht mitsingen, die Solostimme wird von einem Klavier begleitet. Gegeben wird „Flößt mein Heiland, flößt dein Name“ aus Bachs Weihnachtsoratorium.

Danach erzählt Peter Zimmer von seiner Großmutter, die Pferde- und Holzäpfel zu sammeln pflegte, ein letztes mal „Gute Nacht!“ wünschte, aber trotzdem nie starb.

Danach ein weiteres Werk von Bach sowie eine Serenade von Kirchner.

Um dem Publikum einige Geschenkideen zu geben, liest Peter Zimmer aus einem Werk von Kishon. Danach gibt es Irving Berlins „White Christmas“. Während des Klaviersolos grinst die Stimme wie ein Honigkuchenpferd.

Nun denkt Peter Zimmer – fast ein klein wenig wehmütig – an die Zeit, wo zur Weihnachtszeit überall gesungen und musiziert wurde. Es wird auch gleich weitermusiziert, es wird „Autumn Leaves“ und Piazzollas „Oblivion“ gegeben.

Danach erklärt Peter Zimmer, daß Freude und Weihnachtsbäume – egal ob „echt oder frisch abgestaubt“ – zu Weihnachten eine große Rolle spielen. Er liest die Dienstweihnachtsbaumverordnung für Beamte vor.

Nach dem Pink-Panther-Thema geht es langsam in Richtung „O Tannebaum“. Zuvor jedoch trägt der Moderator „Die Leiden des jungen Weihnachtsbaums“ vor. Danach wird wieder gemeinsam gesungen.

Peter Zimmer dankt für die Aufmerksamkeit, danach gibt es noch zwei Zugabe – die erste anläßlich John Lennons Todestages.

Danach spricht der Bänker noch ein paar Dankesworte, es gibt Applaus und Weihnachtssterne für die „fünf musikalischen Engel und Peter Zimmer“.

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