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	<title>www.karlvalentin.de &#187; Wetter</title>
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	<description>Notizen und Gedanken von mir, Karl Valentin</description>
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		<title>Schafsk&#228;lte</title>
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		<pubDate>Wed, 09 Jun 2010 17:47:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>scheddel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Notizen]]></category>
		<category><![CDATA[Schaf]]></category>
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		<description><![CDATA[Kurz vor Beginn des Sommers denkt sich der Sch&#228;fer &#8216;Jetzt ist es eigentlich warm genug. Das Schaf kann geschoren werden.&#8217; Gesagt, getan. Das Schaf wird also geschoren. Das Schaf, welches ein dickes, kuschliges, warmes Fell gewohnt war, friert nun nat&#252;rlich und spricht leise einen Fluch aus: &#8220;Wenn ich friere, sollen alle frieren.&#8221; Es kommt also [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kurz vor Beginn des Sommers denkt sich der Sch&auml;fer &#8216;Jetzt ist es eigentlich warm genug. Das Schaf kann geschoren werden.&#8217; Gesagt, getan. Das Schaf wird also geschoren.</p>
<p>Das Schaf, welches ein dickes, kuschliges, warmes Fell gewohnt war, friert nun nat&uuml;rlich und spricht leise einen Fluch aus: &#8220;Wenn ich friere, sollen alle frieren.&#8221; Es kommt also zu einem K&auml;lteeinbruch, der so lange anh&auml;lt, bis sich das Schaf an die Temperaturen gew&ouml;hnt hat. Diese Zeit nennt man Schafsk&auml;lte.</p>

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		<title>Sorry, wir haben die Landebahn verfehlt: Kurioses aus dem Cockpit</title>
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		<pubDate>Mon, 31 May 2010 18:37:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>scheddel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Angelesen]]></category>
		<category><![CDATA[fliegen]]></category>
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		<description><![CDATA[Angefixt durch die Beitr&#228;ge auf SPIEGEL ONLINE, konnte ich nicht widerstehen, als ich das Buch in der Auslage einer Buchhandlung sah. SPIEGEL ONLINE hatte dazu aufgerufen und viele, viele Leser folgten diesem Ruf und berichteten &#252;ber ihre kuriosen, am&#252;santen, skurrilen, wasauchimmeren Flugerlebnisse. Gegliedert ist das Buch in zehn Kapitel. Jedes Kapitel beginnt mit einer Einleitung, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Angefixt durch die Beitr&auml;ge auf <a href="http://www.spiegel.de/thema/pilotensprueche/">SPIEGEL ONLINE</a>, konnte ich nicht widerstehen, als ich das Buch in der Auslage einer Buchhandlung sah.</p>
<p>SPIEGEL ONLINE hatte dazu aufgerufen und viele, viele Leser folgten diesem Ruf und berichteten &uuml;ber ihre kuriosen, am&uuml;santen, skurrilen, wasauchimmeren Flugerlebnisse.</p>
<p>Gegliedert ist das Buch in zehn Kapitel. Jedes Kapitel beginnt mit einer Einleitung, wo mit Anekd&ouml;tchen der Leser auf die kommenden Erlebnisse vorbereitet wird. Nach all den Zitaten schlie&szlig;en die Kapitel mit Infoboxen ab, in denen Wissenswertes rund ums Thema Fliegen gibt.</p>
<p>Thema des ersten Kapitels sind Erlebnisse vor dem Start. Darin kann man lesen, da&szlig; in einer startbereiten Maschine <em>Spiel mir das Lied vom Tod</em> zu h&ouml;ren war oder sich eine Stewardess sich f&uuml;r die Versp&auml;tung entschuldigte, weil sich der Pilot erst noch mit dem Flugzeugtyp vertraut machen mu&szlig;te.</p>
<p>Weiter geht es im zweiten Kapitel mit Berichten &uuml;ber die Sicherheitseinf&uuml;hrung. Es ist schon interessant zu lesen, da&szlig; <em>drei Toiletten mit Kameras ausgestattet sind</em>, oder man im Fall eines pl&ouml;tzlichen Druckabfalls optimistisch sein soll.</p>
<p>Im dritten Kapitel geht es dann richtig rund, denn da sind Turbulenzen das Thema. Hier geht es um Co-Piloten, denen schlecht wird, Luftl&ouml;cher, versch&uuml;tteten Kaffee und alles, was sonst noch so zur Unterhaltung beitr&auml;gt.</p>
<p>Wer noch immer keine Angst vorm Fliegen hat, kann im vierten Kapitel &uuml;ber technische Probleme lesen. Hier geht es unter anderem um ausgefallene Instrumente, kleine gelbe Feuerwehrautos, die man ignorieren soll und L&ouml;cher in den T&uuml;ren.</p>
<p>Im f&uuml;nften Kapitel geht es um ferne L&auml;nder und ihre Sitten und merkw&uuml;rdige &Uuml;bersetzungen. Man kann lesen, da&szlig; d<em>ie Dicken bereitgehalten werden</em> sollen, da&szlig; das Englisch der Fluglotsen nicht &uuml;berall gut ausgepr&auml;gt ist und da&szlig; es eine Menge Tiere gibt, die einen im Fall einer Notlandung verspeisen wollen.</p>
<p>Im sechsten Kapitel geht es dann um Flugpersonal, welches &ouml;de Routinefl&uuml;ge etwas unterhaltsamer gestalten will. Berichtet wird von Gep&auml;ck, welches, falls es vergessen wird, am n&auml;chsten Tag auf eBay zu finden sein soll, von Stewardessen, die die Passagiere nach <em>Gel&uuml;sten oder sonstigen Begierden</em> fragen und trinkenden Piloten.</p>
<p>Heite geht es im siebenten Kapitel mit schlechtem Wetter weiter. Thema sind hier Sturm, Schnee, dichter Nebel, vereiste Landebahnen etc.</p>
<p>Thema des achten Kapitels sind <em>Bl&ouml;deleien &uuml;ber den Wolken</em>. Hier kann man lesen, wie Offiziere die Reiseflugh&ouml;he vergessen haben, wie Passagiere bei einer harten Landung glaubten, da&szlig; sie abgeschossen worden sind und wie der Kapit&auml;n um den Z&uuml;ndschl&uuml;ssel bittet, weil er endlich losfliegen will.</p>
<p>Nach so langer Zeit in der Luft wird es Zeit f&uuml;r die Landung, was dann auch Thema des neunten Kapitels ist. Hier geht es um abgebrochene Landungen, harte Landungen, Aufschl&auml;ge, kontrollierte Abst&uuml;rze und andere Flugabschl&uuml;sse.</p>
<p>Im zehnten und letzten Kapitel geht es um Abschied. Keine Angst, es geht nicht um Tod. Viel mehr geht es um fehlende Gangways, die Suche nach g&uuml;nstigen Parkpl&auml;tzen und Autopiloten, die sich von den Flugg&auml;sten verabschieden.</p>
<p>Abgerundet wird das Buch mit einem Interview mit dem Flugpsychologen Reiner W. Kemmler sowie einer Linksammlung.</p>
<p>Das 192seitige Werk der Autoren Antje Blinda und Stephan Orth erschien 2010 im Ullstein Taschenbuch Verlag.</p>
<p>Alles in allem handelt es sich um ein sehr kurzweiliges und empfehlenswertes Buch, auch wenn ich mir bei einigen Zitaten nicht sicher bin, ob es sich um wirklich Erlebtes oder Folklore handelt.</p>

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		<title>Weihnachtsm&#228;rchen 2007</title>
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		<pubDate>Fri, 02 Jan 2009 20:10:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>scheddel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Notizen]]></category>
		<category><![CDATA[Gin]]></category>
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		<description><![CDATA[Kalt wars. Und dunkel. Und verdammt glatt. Man mu&#223;te aufpassen, da&#223; man nicht ausrutscht. Es war besser, wenn man sich nur langsam und vorsichtig vorw&#228;rts bewegte. An ein z&#252;giges Laufen oder gar Rennen war gar nicht zu denken. Nur die Schneeflocken waren so unvern&#252;nftig und konnten das Tanzen nicht sein lassen. Aber Schneeflocken jammern auch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kalt wars. Und dunkel. Und verdammt glatt. Man mu&szlig;te aufpassen, da&szlig; man nicht ausrutscht. Es war besser, wenn man sich nur langsam und vorsichtig vorw&auml;rts bewegte. An ein z&uuml;giges Laufen oder gar Rennen war gar nicht zu denken. Nur die Schneeflocken waren so unvern&uuml;nftig und konnten das Tanzen nicht sein lassen. Aber Schneeflocken jammern auch nicht, wenn sie auf dem Eis zum Liegen kommen. Das sind schon lustige Zeitgenossen.</p>
<p>Im B&uuml;ro brannte noch Licht. Durch die Rauchwolken, die der <strong style="color: black; background-color: #ffff66;">Weihnachtsmann</strong> in die Luft pustete, konnte man erkennen, da&szlig; sich der Rauschebart, Rudi und einige Kernpostenwichtel zum strategischen Gl&uuml;hweintrinken versammelt hatten.</p>
<p>&#8220;Die Leute sind doch alle bekloppt.&#8221; schimpfte der Auftragserfassungswichtel August-Eugen. &#8220;Fr&uuml;her haben sie uns<br />
einfach ihren Wunschzettel geschickt, wir haben die Geschenke eingepackt und verteilt. Naja, und reichlich Gl&uuml;hwein getrunken. Und heute? Heute kommen zwar auch Wunschzettel, aber dann kommen dazu von anderen Leute Kommentare, Dritte sagen, die Verpackung gestreift sein, &#8230;&#8221; &#8220;Ja&#8221;, unterbrach ihn da Packwichtel Paul<br />
beipflichtend, &#8220;kaum hat man etwas eingepackt und m&ouml;chte kurz am Gl&uuml;hwein nippen, da mu&szlig; man das Geschenk schon wieder auspacken und wieder neu einpacken.</p>
<p>&#8220;Und warum das alles?&#8221; zeterte August-Eugen weiter. &#8220;Weil die Abteilung &Ouml;ffentlichkeitsarbeit behauptet, da&szlig; komme beim Kunden gut an. ZweiNull nennen sie den Unfug. Demn&auml;chst soll das Rentier auch noch mit blinkender Nase unterwegs sein. Pah!&#8221; Der Wichtel zeterte weiter und weiter und schien gar nicht damit aufh&ouml;ren zu wollen und nach und nach stiegen die anderen Wichtel mit ein.</p>
<p>Unbeachtet vom sich Luft machenden Wichtelmob beseitigte der <strong style="color: black; background-color: #ffff66;">Weihnachtsmann</strong> den Gl&uuml;hwein von seinem Schreibtisch, den er zusammenzuckenderweise versch&uuml;ttete, als er vernahm, da&szlig; es mittlerweile eine Abteilung &Ouml;ffentlichkeitsarbeit gab.</p>
<p>Er war auch schon letztens sehr verwirrt, weil die Abteilung Personalwesen, von der er vorher auch noch nichts geh&ouml;rt hatte, sich angeblich weigert, Lehrstellen f&uuml;r Fachwichtel zu schaffen, weil Praktikanten g&uuml;nstiger k&auml;men. Das wollte der Rauschebart ja so ganz und gar nicht verstehen. Er ging immer davon aus, da&szlig; alle ehrenamtlich arbeiten.</p>
<p>&#8220;<strong style="color: black; background-color: #ffff66;">Weihnachtsmann</strong>,&#8221; fragte Rudi versch&uuml;chtert, &#8220;mu&szlig; meine Nase morgen wirklich blinken?&#8221; &#8220;Nein!&#8221; Der <strong style="color: black; background-color: #ffff66;">Weihnachtsmann</strong> schlug mit der Hand auf den Tisch. Pl&ouml;tzlich war alles still und schaute zum Rotkittel. &#8220;Alles bleibt beim alten. Wir sind ein Traditionsunternehmen.&#8221;</p>
<p>Rudi war erlichtert und trottete aus dem B&uuml;ro in den Stall, wo schon die Gl&uuml;hweintr&auml;nke auf ihn wartete. Vom Hof her<br />
konnte man ein &#8220;Trink, Rudilein, trink, f&auml;rb deine Nase rot ein!&#8221; vernehmen, sp&auml;ter auch noch andere, eher seltsame<br />
Ges&auml;nge. Noch sp&auml;ter war nur noch ein Schnarchen zu h&ouml;ren.</p>
<p>Rein theoretisch waren da zwei Schnarcher, aber der <strong style="color: black; background-color: #ffff66;">Weihnachtsmann</strong> hatte im Sommer neue Fenster einbauen lassen, so da&szlig; die Schallwellen nur gegen die Scheibe klatschten und an dieser herunterrutschten.</p>
<p>Und es ward Abend, und es ward Morgen: Heiligabend. Und wie sollte es auch anders sein, es war ein herrlicher Tag. Eine Alternative w&auml;re zum Beispiel ein Schneesturm gewesen. Nach einem kr&auml;ftigen Fr&uuml;hst&uuml;ck &#8211; Gl&uuml;hwein mit Schu&szlig; &#8211; bestieg der <strong style="color: black; background-color: #ffff66;">Weihnachtsmann</strong> den bepackten Schlitten und die Fahrt ging los.</p>
<p>Die Fahrt verlief soweit ganz gut, lediglich das rote Hei&szlig;getr&auml;nk war deutlich untertemperiert. &#8220;Rudi, kann es sein,<br />
da&szlig; wir heute etwas schnell unterwegs sind?&#8221; &#8220;Wieso fragst Du, <strong style="color: black; background-color: #ffff66;">Weihnachtsmann</strong>?&#8221; &#8220;Naja, der Gl&uuml;hwein in meinem Becher ist gefroren und in diesem Zustand bekomme ich ihn einfach nicht da raus.&#8221; Das Rentier wurde langsamer und der <strong style="color: black; background-color: #ffff66;">Weihnachtsmann </strong>go&szlig; Schluck f&uuml;r Schluck aus der Thermoskanne nach, um sein geliebtes Getr&auml;nk wieder auf Trinktemperatur zu bringen, was ihm dann auch gelang. Allerdings lie&szlig; dann, erfreut &uuml;ber den gelungenen Gl&uuml;hweinrettungsversuch, seine Sorgfalt und Aufmerksamkeit nach, die Geschwindigkeit des Gef&auml;hrts nahm<br />
hingegen wieder zu.</p>
<p>&#8220;Rudi!&#8221; schrie der <strong style="color: black; background-color: #ffff66;">Weihnachtsmann</strong>. &#8220;Ich habe schon wieder Gl&uuml;hweineis in meinem Becher! Warum sind wir denn heute so schnell unterwegs?&#8221; &#8220;Naja, <strong style="color: black; background-color: #ffff66;">Weihnachtsmann</strong>,&#8221; antwortete das Rentier, &#8220;die Strecke ist frei.&#8221; &#8220;Die Strecke ist frei? Das Rentier beliebt heut wohl zu scherzen? Die Strecke ist immer frei!&#8221; &#8220;Hmm, stimmt auff&auml;llig. Ich glaube, der Schlitten ist heute nicht so schwer. Wir m&uuml;ssen nicht so viele Geschenke verteilen.&#8221; &#8220;Weniger Geschenke? Das ist doch aber v&ouml;llig gegen den Trend. Die Wunschzettel sind von Jahr zu Jahr l&auml;nger geworden.&#8221; &#8220;Ja, aber jetzt ist der Aufschwung bei der Bev&ouml;lkerung angekommen. Sie haben es einfach nicht mehr n&ouml;tig, sich etwas schenken zu lassen.&#8221;</p>
<p>Einige Becher Gl&uuml;hweineis sp&auml;ter kam der Schlitten in der Zivilisation an. Der <strong style="color: black; background-color: #ffff66;">Weihnachtsmann</strong> leckte den L&ouml;ffel ab,<br />
schnappte sich einen Sack und stapfte zum ersten Haus, er klingelte und ward eingelassen. Die kleine Carina wu&szlig;te<br />
auch ein kleines Gedicht aufzusagen:</p>
<p>Der <strong style="color: black; background-color: #ffff66;">Weihnachtsmann</strong>, wie jeder wei&szlig;,<br />
hat einen roten Mantel an,<br />
sein Rauschebart ist wei&szlig; und lang,<br />
sein Gl&uuml;hwein in der Tasse hei&szlig;.</p>
<p>Der Rauschebart freute sich sehr &uuml;ber das Gedichtchen und lobte das M&auml;dchen. &#8220;So, Carina, da wollen wir mal schauen, was ich so f&uuml;r Dich habe. Schau mal, ein Malbuch und Buntstifte!&#8221; Die kleine Carina wollte schon anfangen, mit den Buntstiften das Malbuch auszumalen, doch der <strong style="color: black; background-color: #ffff66;">Weihnachtsmann</strong> w&uuml;hlte weiter in seinem Sack und holte wieder etwas heraus. &#8220;Schokolade!&#8221; rief die Kleine &uuml;bergl&uuml;cklich und lie&szlig; Buntstifte und Malbuch fallen, um die Schokolade in Empfang zu nehmen. Der Rotkittel kramte weiter in seinem Sack, w&auml;hrend die Schokolade ge&ouml;ffnet<br />
wurde, und holte ein Pl&uuml;schtier hervor. &#8220;Ein Teddy!&#8221; Auch die Schokolade wurde fallengelassen und daf&uuml;r der Pl&uuml;schb&auml;r fest umarmt.</p>
<p>Das M&auml;dchen wartete gespannt, was der <strong style="color: black; background-color: #ffff66;">Weihnachtsmann</strong> als n&auml;chstes aus dem Sack holen w&uuml;rde. Irgendetwas mu&szlig;te ja noch kommen, schlie&szlig;lich kramt er noch in seinem Sack rum. &#8220;Und zum Schlu&szlig;&#8221;, sprach der <strong style="color: black; background-color: #ffff66;">Weihnachtsmann</strong> stolz, fast feierlich, &#8220;noch eine Tube Anti-Falten-Creme.&#8221; Anti-Falten-Creme? F&uuml;r eine F&uuml;nfj&auml;hrige? Ist diese Form der Altervorsorge nicht doch etwas &uuml;bertrieben? Der <strong style="color: black; background-color: #ffff66;">Weihnachtsmann</strong> beschlo&szlig;, mit dieser<br />
Abteilung Personalwesen mal ein ernsthaftes Wort zu reden. Einem gelernten Packfachwichtel w&auml;re so ein Fehler sicher nicht unterlaufen.</p>
<p>Jetzt galt es allerdings eine Situation zu retten. Das M&auml;dchen umklammerte ihren Teddy und schaute verst&ouml;rt drein. Der Rest der Familie hatte leider keinen Teddy zur Hand, verst&ouml;rt dreinschauen konnten sie trotzdem recht gut. &#8220;Entschuldigung,&#8221; sprach der <strong style="color: black; background-color: #ffff66;">Weihnachtsmann</strong>, &#8220;da ist dem Packwichtel wohl ein kleiner Fehler unterlaufen.&#8221; Der <strong style="color: black; background-color: #ffff66;">Weihnachtsmann</strong> durchforstete seine Manteltasche und holte schlie&szlig;lich eine kleine Spieluhr hervor.</p>
<p>Er zog sie auf und die Figuren begannen zu einer Melodie zu tanzen. Sogar ein paar tanzende Schneeflocken waren dabei. Die ganze Familie war entz&uuml;ckt. Tanzende Schneeflocken! Sowas kannte man doch sonst nur noch aus Unwetterszenarien. Die kleine Carina nahm die Spieluhr vorsichtig entgegen und verlor sich in den tanzenden Figuren, nachdem sich der Rauschebart nochmals entschuldigt und dann verabschiedet hatte.</p>
<p>Der <strong style="color: black; background-color: #ffff66;">Weihnachtsmann</strong> setzte sich wieder in den Schlitten und die Fahrt ging weiter. &#8220;Ach, Rudi, die Zeiten sind merkw&uuml;rdig. Ich glaube, ich bin zu alt f&uuml;r diesen Job.&#8221; seufzte der Rotkittel und nahm einen Schluck von seinem Gl&uuml;hwein. Aber wer sollte diesen Job &uuml;bernehmen?</p>

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		<title>Weihnachtsm&#228;rchen 2008</title>
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		<pubDate>Wed, 24 Dec 2008 15:17:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>scheddel</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Gin]]></category>
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		<category><![CDATA[Weihnachtsmann]]></category>
		<category><![CDATA[Weihnachtsmärchen]]></category>
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		<description><![CDATA[Der Weihnachtsmann nahm einen Schluck Gl&#252;hwein aus seinem Becher, zog an seinem Pfeifchen und beobachtete das bunte Treiben auf dem Hof. Einige Wichtel waren damit besch&#228;ftigt, den Schlitten zu beladen, andere Wichtel polierten die Kugeln am Baum und die Wichtel, die Pause hatten, tranken Gl&#252;hwein und machten mit einer Harke Muster in den Kunstschnee. Das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Weihnachtsmann nahm einen Schluck Gl&uuml;hwein aus seinem Becher, zog an seinem Pfeifchen und beobachtete das bunte Treiben auf dem Hof. Einige Wichtel waren damit besch&auml;ftigt, den Schlitten zu beladen, andere Wichtel polierten die Kugeln am Baum und die Wichtel, die Pause hatten, tranken Gl&uuml;hwein und machten mit einer Harke Muster in den Kunstschnee.</p>
<p>Das Wetterwesen hatte nach langen &Uuml;berlegungen auf Kunstschnee umgestellt. Kunstschnee matscht nicht, sondern sieht immer gut aus. Es bildet sich auch kein Glatteis. Und wenn die Wintersaison vorbei ist, kann man ihn einfach wieder aufkehren und im n&auml;chsten Jahr wiederverwenden. Herk&ouml;mmlichen Schnee kann man immer nur einmal verwenden. Aus umweltethischer Sicht ist sowas heutzutage nicht mehr vertretbar.</p>
<p>Rudi war auch froh &uuml;ber das k&uuml;nstliche Wei&szlig;, denn er fiel nicht mehr ann&auml;hernd so oft hin, wenn er zur Gl&uuml;hweintr&auml;nke torkelte. Und ohne reichlich Gl&uuml;hwein &#8211; kundige Weihnachtsfeierer wissen das &#8211; hat das Rentier einfach keine rote Nase.</p>
<p>Die Weihnachtsvorbereitungen selbst verliefen relativ ruhig. Die meisten Wunschzettel umfa&szlig;ten nicht mehr als 160 Zeichen, waren kurz und knapp und schwer verst&auml;ndlich. Aber der Weihnachtsmann w&auml;re nicht der Weihnachtsmann, wenn er damit ein Problem h&auml;tte. Wozu hat er schlie&szlig;lich seine Entzifferungswichtel?</p>
<p>Der Schlitten war beladen, die Liste der Beg&uuml;nstigten war auch ausgedruckt, nur Rudi wollte partout nicht von der Gl&uuml;hweintr&auml;nke weg. Mit seinem Geweih schubste er alle weg, die sich ihm n&auml;hern wollte. Er hatte einfach keine Lust, schon wieder von Haus zu Haus zu fliegen. Er wollte lieber auf dem Hof bleiben, den Weihnachstbaum bewundern, naja, und Gl&uuml;hwein trinken.</p>
<p>Eine Gruppe Wichtel fa&szlig;te sich ein Herz und schleifte Rudi vor den Schlitten. Das war gar nicht so einfach. Das Rentier<br />
fluchte und schimpfte und er h&auml;tte sich sicher auch festgekrallt, wenn das mit Hufen m&ouml;glich gewesen w&auml;re. Er beruhigte sich dann aber und lie&szlig; sich auf den Kompromi&szlig; &#8220;gro&szlig;e Thermoskanne&#8221; ein.</p>
<p>So begann die Reise. &#8220;Hast Du eine Di&auml;t gemacht?&#8221; fragte Rudi den Weihnachtsmann. &#8220;Nein. Wie kommst Du denn drauf?&#8221; fragte der Rauschebart verwundert zur&uuml;ck. &#8220;Naja, irgendwie l&auml;&szlig;t sich der Schlitten dieses Jahr so leicht ziehen.&#8221; Der Alte sch&uuml;ttelte den Kopf und nahm einen kr&auml;ftigen Schluck aus der Thermoskanne.</p>
<p>Nach wenigen Minuten Flugzeit erreichte das Gespann die Zivilisation. &#8220;Hohoho!&#8221; verk&uuml;ndete der Rauschebart seine Ankunft. Der Rotkittel schaute kurz auf seine Liste, griff sich seinen Sack und stapfte zum Haus. Er klopfte an und ihm ward aufgetan.</p>
<p>&#8220;Der Weihnachtsmann, der Weihnachtsmann&#8221; riefen die Stimmen im Haus ganz aufgeregt. Im Wohnzimmer angekommen, wurde er von der ganzen Familie begr&uuml;&szlig;t, ganz besonders aber von Henriette, die sich schon auf ganz viele Geschenke freute.</p>
<p>Der Weihnachtsmann fragte Henriette, ob sie denn artig auch artig war und mit Reue berichtete sie von all ihren S&uuml;nden, welche der Rotkittel mit dem Bericht des Verfassungsschutzes abglich.</p>
<p>Der Weihnachtsmann ist ja bekannterma&szlig;en kein Unmensch und jeder wei&szlig;, da&szlig; man ihn mit einem sch&ouml;nen Gedicht oder einem Liedchen zur Herausgabe der Geschenke bewegen kann. So ist es auch nicht weiter verwunderlich, da&szlig; Henriette ein Gedicht aufsagte:</p>
<p>Der Weihnachtsmann, man glaubt es kaum,<br />
sprang fr&ouml;hlich um den Weihnachtsbaum,<br />
der glitzerte und hell erstrahlte,<br />
wenn man die Stromrechnung bezahlte.</p>
<p>Die Kinder kommen an in Scharen<br />
und alle, die sch&ouml;n artig waren,<br />
bekommen Spielzeug noch und n&ouml;cher.<br />
Socken kriegen h&ouml;chstens L&ouml;cher.</p>
<p>Und jeder bekommt eine S&uuml;&szlig;igkeit,<br />
was des Zahnarzts Herz erfreut,<br />
in Stockholm, Amsterdam, Paris,<br />
wenn er behandelt Karies.</p>
<p>Und alle Menschen sind voll Freude,<br />
die armen und die reichen Leute.<br />
Alle schauen fr&ouml;hlich drein,<br />
denn mit Schu&szlig; war der Gl&uuml;hwein.</p>
<p>Reich gedeckt wird dann der Tisch<br />
mit Salat, Bratwurst, Brot und Fisch. [Igitt! (Anmerkung des Autors)]<br />
Und irgendwann sind alle satt,<br />
dann freut sich, wer ein Schn&auml;pschen hat.</p>
<p>Etwas merkw&uuml;rdig war das Gedicht ja schon, aber der Weihnachtsmann hat schon so viel erlebt, da&szlig; es ihn nicht wirklich verwunderte. Er lobte Henriette und holte ein Geschenk nach dem anderen aus seinem Sack.</p>
<p>Freudig und voller Spannung begann das kleine M&auml;dchen das erste Geschenk zu &ouml;ffnen. Es l&ouml;ste die Schleife, entfernte das Papier, &ouml;ffnete den Karton und sah: Nichts. Das Geschenk war leer. Da war nat&uuml;rlich Verwirrung angesagt.</p>
<p>Sie griff sich das n&auml;chste Geschenk, &ouml;ffnete selbiges und fand den gleichen Inhalt. So ging es Geschenk f&uuml;r Geschenk. Leer! Leer! Alles leer!</p>
<p>Was war los? Hatte es der Weihnachtsmann etwa n&ouml;tig, seinen Gl&uuml;hweinkonsum mit Leergeschenken zu finanzieren. Offenbar nicht, denn der Rotkittel war selbst h&ouml;chsterstaunt &uuml;ber diese Gaben.</p>
<p>&#8220;Das kann doch nicht wahr sein! Wenn ich den Mistwichtel erwische, der das verbockt hat. Der kann sich vielleicht was anh&ouml;ren! Hundert Jahre Geschirrsp&uuml;ldienst bekommt der aufgebrummt!&#8221; Mit hochrotem Kopf rannte der Weihnachtsmann zur&uuml;ck zum Schlitten. &#8221; So schnell wie m&ouml;glich zur&uuml;ck zur Basis!&#8221; rief er Rudi zu. &#8220;Aber la&szlig; Dich<br />
nicht wieder blitzen!&#8221;</p>
<p>Kaum angekommen, lie&szlig; er alle Wichtel auf dem Hof antreten. &#8220;Habt ihr eine Ahnung, wie ich mich blamiert habe?&#8221; Der Weihnachtsmann war noch immer w&uuml;tend und stinksauer. &#8220;Welcher Ulkwichtel hat die Geschenke aus den Verpackungen genommen?&#8221;</p>
<p>Z&ouml;gerlich und mit gesenktem Haupt trat Verpackungswichtel Vincent vor. &#8220;Ich wollte auch mal Geschenke bekommen.&#8221; sagte er bockig. &#8220;Jahr f&uuml;r Jahr packe ich Geschenke ein und nie bekomme ich welche.&#8221; Fa&szlig;t h&auml;tte der Weihnachtsmann Vincent eine Ohrfeige verpa&szlig;t, aber Gewalt ist keine L&ouml;sung und hat daher in einem modernen M&auml;rchen nichts verloren.</p>
<p>&#8220;Wenn Du nicht sofort alle Geschenke einpackst&#8221;, drohte der Alte, &#8220;dann vergesse ich mich.&#8221; Vincent rannte sofort ins Lager und packte in Windeseile alle Geschenke ein. So konnten, wenn auch mit leichter Versp&auml;tung, doch noch alle Kinder beschenkt werden.</p>
<p>Wieder zuhause angekommen, sa&szlig; der Weihnachtsmann in seinem Sessel, nahm einen gro&szlig;en Schluck aus seiner Gl&uuml;hweintasse und rief seinem Notierwichtel Norbert zu: &#8220;Notier mal! N&auml;chstes Jahr gibt es auch f&uuml;r die Wichtel Geschenke.&#8221;</p>

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		<title>Sch&#246;n wars</title>
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		<pubDate>Thu, 10 Jul 2008 15:00:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>scheddel</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Bier]]></category>
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		<category><![CDATA[Schaf]]></category>
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		<description><![CDATA[20. 5. 04 9:04 Der Zug aus Halle trifft ein, Martin steigt aus. Er m&#246;chte mit zum ART kommen, hat aber noch keine Fahrkarte. 20. 5. 04 9:20 Die Abfahrt des ICE 1652 wird angek&#252;ndigt. Ich springe in den Zug, obwohl ich meinen Wagen noch gar nicht erreicht habe. Die Bahn will mich &#228;rgern und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bloginfo">20. 5. 04   9:04</p>
<p class="content">Der Zug aus Halle trifft ein, Martin steigt aus. Er m&ouml;chte mit zum ART       kommen, hat aber noch keine Fahrkarte.</p>
<p class="bloginfo">20. 5. 04   9:20</p>
<p class="content">Die Abfahrt des ICE 1652 wird angek&uuml;ndigt. Ich springe in den Zug,       obwohl ich meinen Wagen noch gar nicht erreicht habe. Die Bahn will       mich &auml;rgern und hat meinen Wagen ganz hinten, also am Zuganfang,       abgestellt.</p>
<p class="content">Den Martin hat die Bahn auch ver&auml;rgert, sie wollte ihm keinen Rabatt       g&ouml;nnen, er mu&szlig; in Leipzig zur&uuml;ckbleiben bzw. nach Halle zur&uuml;ckfahren.       Er hat mir eine Flasche Nocheinwein f&uuml;r Gudrun mitgegeben.</p>
<p class="bloginfo">20. 5. 04   9:56</p>
<p class="content">Der Zug f&auml;hrt gerade durch Bad K&ouml;sen, mittlerweile hat auch schon der       zweite sein B&uuml;ro aufgebaut, die Laptops l&auml;rmen, eine Kaffeemaschine       scheint keiner installiert zu haben. Das ist sehr schade, ich h&auml;tte       jetzt gern einen Kaffee. Auch die Frau hinter mir beklagt, da&szlig; sie       noch m&uuml;de ist.</p>
<p class="bloginfo">20. 5. 04  10:07</p>
<p class="content">Das Kind hinter mir kann lesen, ich wei&szlig; jetzt auch, da&szlig; der Zug in       K&uuml;rze Weimar erreicht, ohne auf die Anzeige geschaut oder den Zugchef       vernommen zu haben. Ich freue mich auf den Zeitpunkt, an dem hinter       mir Ruhe einkehrt.</p>
<p class="bloginfo">20. 5. 04  10:20</p>
<p class="content">Sieben Planminuten vor Erfurt steht ein Mann mit einer Kamera auf dem       Weg neben den Gleisen und schaut sich den vorbeifahrenden Zug an. Ich       frage mich, was ich verpasse, weil der Zug einfach mit mir weiterf&auml;hrt.       Zwei oder drei Pl&auml;tze hinter mir hat ein Herr mit Schnarchen begonnen.</p>
<p class="bloginfo">20. 5. 04  10:49</p>
<p class="content">Der Zug h&auml;lt heute zus&auml;tzlich in Gotha. Mutter und Kind hinter mir       beschlie&szlig;en, zur Abwechslung mal gelb und gr&uuml;n zu sein. Der Herr zwei       oder drei Reihen hinter mir ist heute besonders flei&szlig;ig. Trotz Feiertag       ist er noch immer mit S&auml;gen besch&auml;ftigt.</p>
<p class="content">Auch mir steckt die viel zu kurze Nacht in den Knochen. Ich habe leider       keinen Kaffee und den Entschlu&szlig; gefa&szlig;t, mir ein Bier zu &ouml;ffnen. Es ist       Himmelfahrt, ich bin ein Mann, obendrein ein langhaariger Rocker, ich       f&uuml;hle mich dazu verpflichtet.</p>
<p class="content">Das Mobiltelefon hinter mir kann nicht nur piepsen, sondern auch singen.</p>
<p class="bloginfo">20. 5. 04  11:01</p>
<p class="content">Der Zug f&auml;hrt in Eisenach ein, vorbei an vielen zerfallenen H&auml;usern. Ich       m&ouml;chte verweilen und fotografieren, mu&szlig; mich aber mit einem Schluck aus       der Flasche begn&uuml;gen.</p>
<p class="content">Die Frau hinter mir berichtet ihrer Tochter, da&szlig; der Zug bereits       f&uuml;nf Minuten Versp&auml;tung hat. Ich denke, Terroristen daf&uuml;r verantwortlich       zu machen.</p>
<p class="bloginfo">20. 5. 04  11:12</p>
<p class="content">Soeben l&auml;uft ein Tablett mit Kaffee an mir vorbei. Aber ich habe mein       Bier und keine Lust, EUR 2,60 f&uuml;r einen Becher gef&uuml;llt mit schwarzem       Gift zu zahlen.</p>
<p class="bloginfo">20. 5. 04  11:20</p>
<p class="content">89 km/h<br />
106 km/h</p>
<p class="bloginfo">20. 5. 04  11:21</p>
<p class="content">120 km/h<br />
135 km/h<br />
150 km/h</p>
<p class="bloginfo">20. 5. 04  11:28</p>
<p class="content">Ich antworte auf eine SMS von Dieter Br&uuml;gmann, kann sie aber mangels       Netz nicht versenden.</p>
<p class="bloginfo">20. 5. 04  11:48</p>
<p class="content">Ein Mobiltelefon st&ouml;rt mit seinem aggressiven Gepiepse meine Ruhe, ein       anderes beginnt mit Singen. Der Zug hat mittlerweile sechs Minuten       Versp&auml;tung.</p>
<p class="content">Es ist noch eine knappe Stunde bis Frankfurt. Ich werde noch ein Bier       trinken, denn mit dem zweiten sieht man besser bzw. kann man auf einem       Bein nicht stehen, was ich auch &uuml;berhaupt nicht vorhabe, denn ich sitze       sehr bequem.</p>
<p class="bloginfo">20. 5. 04  11:56</p>
<p class="content">Das Kind hinter mir beginnt zu summen bzw. zu singen. So ein Summsang       halt. Die Melodie ist langweilig und nervt.</p>
<p class="bloginfo">20. 5. 04  12:01</p>
<p class="content">Drei Reihen vor mir schl&auml;gt eine G&ouml;re mit ihrer Barbiepuppe ungestraft       auf Mitreisende ein. &#8220;Kunst. Bumm. Bumm. Bumm. Bumm.&#8221;</p>
<p class="bloginfo">20. 5. 04  12:04</p>
<p class="content">Hinter mir erkl&auml;rt die Tochter, da&szlig; sie, im Gegensatz zu ihrer Mutter,       keine Wimperntusche braucht. Anschlie&szlig;end imitiert sie den Zugchef und       informiert, da&szlig; wir in K&uuml;rze Sch&uuml;ttingen erreichen. Ich bef&uuml;rchte, da&szlig;       wir bereits durchgefahren sind.</p>
<p class="bloginfo">20. 5. 04  12:10</p>
<p class="content">Das kleine M&auml;dchen drei Reihen vor mir macht seine Drohung wahr und       beginnt, eine Geschichte zu erz&auml;hlen. Gl&uuml;cklicherweise hat sie bereits       nach dem zweiten Satz kein Durchhalteverm&ouml;gen mehr, oder es war nur eine        Kurzgeschichte, aber viel zu viel Energie. Ihre Barbiepuppe mu&szlig; sich       &uuml;bergeben.</p>
<p class="bloginfo">20. 5. 04  12:50</p>
<p class="content">Ich habe in den ICE 875 gezugwechselt. Mein Platz ist besetzt. Ich sage,       da&szlig; ich gern den Fensterplatz h&auml;tte, er wird mir auch sofort zugestanden.       Ich mag die Deutschen f&uuml;r ihre Ordentlichkeit, ihre leichte       Handhabbarkeit.</p>
<p class="bloginfo">20. 5. 04  13:00</p>
<p class="content">Ich mag das Mobiltelefonw&ouml;rterbuch. Aus &#8220;Wir seien vor in Mannheim.&#8221; hat       der Leser &#8220;Wir sehen uns in Mannheim.&#8221; zu erraten.</p>
<p class="content">Ich schreibe nicht mehr mit und versuche daher, zu rekonstruieren.</p>
<p class="content">Mein Zug trifft p&uuml;nktlich in Mannheim ein, es mu&szlig; also 13:28 sein. Ich       verlasse den Zug, sehe mich auf dem Bahnsteig um, aber nur unbekannte       Gesichter. Langsam schreitend verlasse ich den Bahnsteig, die       Unterf&uuml;hrung, den Bahnhof. Bisher habe ich noch keinen gefunden, der       mich und Didi abholt, beschlie&szlig;e also, zu dem Gleis zu pilgern, auf       dem Didis Zug eintreffen wird.</p>
<p class="content">Ich verstehe den Ankunftsplan nicht g&auml;nzlich, aber ich finde heraus,       da&szlig; ich zu dem Bahnsteig zur&uuml;ck darf, welchen ich gerade verlie&szlig;.</p>
<p class="content">Ich treffe Gudrun, wir stellen fest, da&szlig; wir uns nicht gesehen haben.       Ich mag solche Wortwechsel. Die Tatsache, da&szlig; man sich nicht gesehen       hat, ist ja bereits bekannt, diese Information braucht also eigentlich       nicht ausgetauscht werden, aber es ist doch immer sehr angenehm,       befriedigend zu wissen, da&szlig; das Kurzzeitged&auml;chtnis funktioniert.</p>
<p class="content">Ein paar Worte sp&auml;ter f&auml;hrt der ICE samt Didi ein, ohne ihn weiter. Wir       verlassen den Mannheimer Hauptbahnhof, Didi stellt fest, da&szlig; er in der       Provinz angekommen ist. Ein alter Japaner bringt uns zu Gudruns Wohnung,       wo wir Didis Gep&auml;ck und das Bierfa&szlig; abstellen.</p>
<p class="content">Vom Schwetzinger Bahnhof aus schreiten wir gen Schlo&szlig;, doch nicht direkt,       wir lassen und in einem Freisitz nieder. Stefan ist da, Michael ist da,       Boernout ist da, Robert ist da, Christian ist da, Didi und Karl jetzt       auch, Gudrun wieder und Sabine schon wieder weg.</p>
<p class="content">Es wird sich bei Erfrischungsgetr&auml;nken gest&auml;rkt, anschlie&szlig;end spazieren       wir durch den Schlo&szlig;garten. Dort gibt es Palmen in gro&szlig;en Blumenk&auml;sten,       einen seltsamen langen Gang mit eingemalten Loch am anderen Ende und       verwirrt dreinschauende L&ouml;wen. Didi &uuml;berquert r&uuml;ckw&auml;rts eine Br&uuml;cke       in der Hoffnung, nicht zu stolpern. Er &uuml;berlebt. Wir gehen weiter die       Sonne brennt, die Pflanzen reflektieren angenehm gr&uuml;n. Wir sehen eine       als Ruine geplante Ruine und eine Moschee.</p>
<p class="content">Ich werde zu meinem Quartier gebracht, ich wohne &uuml;ber einem blauen Loch,       Die Pension M&uuml;nch hei&szlig;t jetzt Seytz, auf meinen Namen ist tats&auml;chlich       ein Einzelzimmer reserviert, es hat zwei Betten, zwei Sessel und was       sonst noch so in einem Zimmer rumsteht. An Tisch und Schrank h&auml;ngen       Schilder mit dem Preis.</p>
<p class="content">Ich stelle mein Gep&auml;ck ab, wir fahren zu Micheal. Dort gibt es Chili,       k&uuml;hles Bier, Kirschwasser, wir erarbeiten einen Vorschlag und lassen uns       sp&auml;ter von Hans Liberg unterhalten. Robert bemerkt regelm&auml;&szlig;ig, da&szlig;       Micheals Waage kaputt ist.</p>
<p class="content">Noch sp&auml;ter, l&auml;ngst nach Einbruch der Dunkelheit l&ouml;st sich die       Gesellschaft auf und verteilt sich auf ihre Unterk&uuml;nfte. Ich greife mir       ein Breznak und wandere noch eine Stunde durch das n&auml;chtliche       Schwetzingen.</p>
<p class="content">Der Wecker klingelt &#8211; wie jeden Tag &#8211; zu fr&uuml;h. Aber was tut man nicht       alles f&uuml;r die Wahrheitsfindung? W&auml;hrend ich mich rasiere, klopft es       an die T&uuml;r. Mehrfach. Nun, ich denke, man m&ouml;chte wissen, wer denn da       residiert, gestern wurde mir nur einfach so der Schl&uuml;ssel in die Hand       gedr&uuml;ckt. Man teilt mir mit, da&szlig; es nur bis 9 Uhr Fr&uuml;hst&uuml;ck gibt, mir       bleiben also nur noch vierzig Minuten. Nach zwei Tassen Kaffee sieht       die Welt ganz anders aus, aber trotzdem bin ich &uuml;berzeugt, zu zeitig       aufgestanden zu sein.</p>
<p class="content">Michael, Robert, Stefan und Gerd holen mich und bringen mich weg. Wir       fahren zu Gudrun, die Tafel ist bereits gedeckt, wir nehmen gemeinsam       Fr&uuml;hst&uuml;ck ein.</p>
<p class="content">Die Sonne scheint, ich teile mit, da&szlig; ich erst sp&auml;ter das Wetter zum       Ausdruck meines Protestes einsetzen werde. Die ART-Teilnehmer sind       ges&auml;ttigt, die ersten Tagesordnungspunkte werden abgearbeitet.</p>
<p class="content">Etwas sp&auml;ter setzen wir unsere Arbeit in Heidelberg fort. Wir sehen       uns das Schlo&szlig; an. Es ist sehr sch&ouml;n verfallen, es gibt ein kleines,       ein gro&szlig;es Fa&szlig;, eine beeindruckende Aussicht und verwirrt       dreinschauende L&ouml;wen.</p>
<p class="content">Wir fahren in die Stadt, auf einem Freisitz erholen und erfrischen wir       uns bei kalten und warmen Getr&auml;nken.</p>
<p class="content">Michael, Didi, Gerd und ich steigen zum Philosophenweg auf. Ich bin       ein wenig entt&auml;uscht, da&szlig; der Weg so kurz ist. Gerd schwitzt. Wir       genie&szlig;en die Aussicht und gehen anschlie&szlig;end in die Stadt zur&uuml;ck. Dort       sto&szlig;en wir auf den Rest der Gruppe und B&auml;ren. Stefan nimmt einige mit.</p>
<p class="content">Wir fahren weiter, ein Erdloch zu besichtigen. Es gibt keine F&uuml;hrung       und wenn man von oben hineinschaut, sieht man im wesentlichen nichts,       aber einen echten Wahrheitsfinder st&ouml;rt das nicht wirklich.</p>
<p class="content">Auf der Fahrt zu minimal schlafe ich immer wieder ein, angekommen,       beginnt die Jagd auf Grillgut und andere Lebens- und Genu&szlig;mittel. Es       gibt keine Knusperflocken. Es gibt auch keinen Senf aus Bautzen.</p>
<p class="content">Es geht weiter zu Gudrun, zum Abendessen, zum Grillen. Bei Michael       laden wir Bier ins Auto, ich hole Knusperflocken aus der Pension,       das dauert etwa eine Minute und vierzig Sekunden.</p>
<p class="content">Das Wetter hat sich ge&auml;ndert, es regnet etwas, aber wir haben einen       Sonnenschirm, deswegen st&ouml;ren wir uns nicht daran. Das Warmwasser hat       eine angenehme Temperatur von 42 °C. Wir grillen, essen, zapfen,       trinken, reden un sogar der NFWM ist anwesend.</p>
<p class="content">Nach Tageswechsel und geleertem Fa&szlig; endet der Abend mehr oder       weniger. Robert beschlie&szlig;t, meinem n&auml;chtlichen Spaziergang durch       Schwetzingen beizuwohnen. Wir stellen fest, da&szlig; manche gegen die Achse       des B&ouml;sen sind und im n&auml;chtlichen Schwetzingen keine leeren Bierflaschen       gestohlen werden. An meiner Pension endet die Nachtwanderung f&uuml;r mich,       Robert darf noch ein St&uuml;ck laufen.</p>
<p class="content">Der Wecker klingelt schon wieder zu fr&uuml;h. Da&szlig; es heute bis 10 Uhr       Fr&uuml;hst&uuml;ck gibt, wird mir nicht mitgeteilt, weil ich mein Fr&uuml;hst&uuml;ck       schon gegen 9 Uhr einnehme. Ich werde gefragt, wann ich eigentlich       gedenke, abzureisen.</p>
<p class="content">Ich werde wieder abgeholt, es gibt ein weiteres Fr&uuml;hst&uuml;ck, die Gruppe       &uuml;bt sich im kollektiven Munterwerden.</p>
<p class="content">Heute geht es nach Mannheim. Die Stra&szlig;enbahn bringt uns zum       Landesmuseum f&uuml;r Technik und Arbeit, in welchem wir uns unter anderem       die Stromgitarrenausstellung anschauen. Unser Museumsrundgang endet,       nachdem wir sie finden, in der Arbeiterkneipen. Didi und ich leben       den Glauben.</p>
<p class="content">Es geht zur&uuml;ck zu Gudrun, Stefan g&ouml;nnt sich eine Auszeit, bei Michael       holen wir einen Topf f&uuml;r den Spargel, Gerd h&auml;lt die Pfanne hoch.</p>
<p class="content">Es wird Spargel gegessen, Bier und noch ein Bier, Wein und noch ein       Wein getrunken, Didi ist f&uuml;r ein paar Minuten Prof. Grizmek.       Der Abend endet fr&uuml;h, ich spaziere wieder durch die Nacht. Mein Bier       ist leer, der Tag erst zwanzig Minuten alt, ich beschlie&szlig;e, im Blauen       Loch zu versumpfen und umsetze diesen Beschlu&szlig;.</p>
<p class="content">Der Wecker klingelt viel zu fr&uuml;h. Ich packe meine 42 Sachen, fr&uuml;hst&uuml;cke,       begleiche die Rechnung f&uuml;r mein Zimmer und werde abgeholt. Bei Gudrun       nehme ich das sechste ART-Fr&uuml;hst&uuml;ck ein.</p>
<p class="content">Stefan und Christian brechen auf, Robert bricht auf, gegen Mittag fahren       Didi, Gerd und ich nach Mannheim, Didi will ein Bier trinken, Gerd und       ich steigen in ICEs und setzen die Heimreise fort.</p>
<p class="content">Ich genie&szlig;e die Fahrt in vollen Z&uuml;gen, ich kann das, ich habe reserviert.       Elektronisch. Der Herr auf Platz 73 hat st&auml;ndig etwas zu schimpfen, die       meisten Reisenden scheinen in diese typische, katerartige       Sonntagnachmittagsstimmung verfallen zu sein.</p>
<p class="content">Der Herr auf Platz 73 schaut etwas pikiert, als ich mir ein Bier &ouml;ffne,       er schaut aber auch wieder weg, nachdem er feststellt, da&szlig; ich ihn       ignoriere. Der Zugchef gibt das Ergebnis der Bundespr&auml;sidentenwahl       bekannt.</p>
<p class="content">In Leipzig werde ich von einem spontan einsetzenden Regenschauer       begr&uuml;&szlig;t, ich wei&szlig; das durchaus zu w&uuml;rdigen. Die 11 bringt mich nach       Hause, wo ich dann auch mein Gep&auml;ck ablege, mich setze und denke:       Sch&ouml;n wars.</p>

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