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Brummli

Donnerstag, 26. Februar 2009

Für Mythenmetz.

Das gehört rein:

  • 2 cl Wodka
  • 2 cl Apricot Brandy
  • 1 cl Triple Sec
  • 2 cl Lime Juice
  • 1 cl Vanillesirup
  • 1 Schwapp Bananensaft

Zu gleichen Teilen mit Pfirsich- und Kirschsaft auffüllen. Mit zwei, drei Eiswürfeln kurz und kräftig schütteln und in ein Glas geben.

Sommereinbruch

Donnerstag, 15. Januar 2009

Ein Blick auf das Thermometer offenbart: Der Sommer kommt – irgendwann.

Das gehört rein:

  • 2 cl Lime Juice
  • 2 cl Erdbeersirup
  • 2 cl dunkler Rum
  • 2 cl Apricot Brandy
  • 1 cl Galliano
  • 4 cl Orangensaft

Das alles mit zwei, drei Eiswürfeln kurz und kräftig durchschütteln, in ein Glas gießen und mit Sekt auffüllen.

Weihnachtsmärchen 2007

Freitag, 02. Januar 2009

Kalt wars. Und dunkel. Und verdammt glatt. Man mußte aufpassen, daß man nicht ausrutscht. Es war besser, wenn man sich nur langsam und vorsichtig vorwärts bewegte. An ein zügiges Laufen oder gar Rennen war gar nicht zu denken. Nur die Schneeflocken waren so unvernünftig und konnten das Tanzen nicht sein lassen. Aber Schneeflocken jammern auch nicht, wenn sie auf dem Eis zum Liegen kommen. Das sind schon lustige Zeitgenossen.

Im Büro brannte noch Licht. Durch die Rauchwolken, die der Weihnachtsmann in die Luft pustete, konnte man erkennen, daß sich der Rauschebart, Rudi und einige Kernpostenwichtel zum strategischen Glühweintrinken versammelt hatten.

“Die Leute sind doch alle bekloppt.” schimpfte der Auftragserfassungswichtel August-Eugen. “Früher haben sie uns
einfach ihren Wunschzettel geschickt, wir haben die Geschenke eingepackt und verteilt. Naja, und reichlich Glühwein getrunken. Und heute? Heute kommen zwar auch Wunschzettel, aber dann kommen dazu von anderen Leute Kommentare, Dritte sagen, die Verpackung gestreift sein, …” “Ja”, unterbrach ihn da Packwichtel Paul
beipflichtend, “kaum hat man etwas eingepackt und möchte kurz am Glühwein nippen, da muß man das Geschenk schon wieder auspacken und wieder neu einpacken.

“Und warum das alles?” zeterte August-Eugen weiter. “Weil die Abteilung Öffentlichkeitsarbeit behauptet, daß komme beim Kunden gut an. ZweiNull nennen sie den Unfug. Demnächst soll das Rentier auch noch mit blinkender Nase unterwegs sein. Pah!” Der Wichtel zeterte weiter und weiter und schien gar nicht damit aufhören zu wollen und nach und nach stiegen die anderen Wichtel mit ein.

Unbeachtet vom sich Luft machenden Wichtelmob beseitigte der Weihnachtsmann den Glühwein von seinem Schreibtisch, den er zusammenzuckenderweise verschüttete, als er vernahm, daß es mittlerweile eine Abteilung Öffentlichkeitsarbeit gab.

Er war auch schon letztens sehr verwirrt, weil die Abteilung Personalwesen, von der er vorher auch noch nichts gehört hatte, sich angeblich weigert, Lehrstellen für Fachwichtel zu schaffen, weil Praktikanten günstiger kämen. Das wollte der Rauschebart ja so ganz und gar nicht verstehen. Er ging immer davon aus, daß alle ehrenamtlich arbeiten.

Weihnachtsmann,” fragte Rudi verschüchtert, “muß meine Nase morgen wirklich blinken?” “Nein!” Der Weihnachtsmann schlug mit der Hand auf den Tisch. Plötzlich war alles still und schaute zum Rotkittel. “Alles bleibt beim alten. Wir sind ein Traditionsunternehmen.”

Rudi war erlichtert und trottete aus dem Büro in den Stall, wo schon die Glühweintränke auf ihn wartete. Vom Hof her
konnte man ein “Trink, Rudilein, trink, färb deine Nase rot ein!” vernehmen, später auch noch andere, eher seltsame
Gesänge. Noch später war nur noch ein Schnarchen zu hören.

Rein theoretisch waren da zwei Schnarcher, aber der Weihnachtsmann hatte im Sommer neue Fenster einbauen lassen, so daß die Schallwellen nur gegen die Scheibe klatschten und an dieser herunterrutschten.

Und es ward Abend, und es ward Morgen: Heiligabend. Und wie sollte es auch anders sein, es war ein herrlicher Tag. Eine Alternative wäre zum Beispiel ein Schneesturm gewesen. Nach einem kräftigen Frühstück – Glühwein mit Schuß – bestieg der Weihnachtsmann den bepackten Schlitten und die Fahrt ging los.

Die Fahrt verlief soweit ganz gut, lediglich das rote Heißgetränk war deutlich untertemperiert. “Rudi, kann es sein,
daß wir heute etwas schnell unterwegs sind?” “Wieso fragst Du, Weihnachtsmann?” “Naja, der Glühwein in meinem Becher ist gefroren und in diesem Zustand bekomme ich ihn einfach nicht da raus.” Das Rentier wurde langsamer und der Weihnachtsmann goß Schluck für Schluck aus der Thermoskanne nach, um sein geliebtes Getränk wieder auf Trinktemperatur zu bringen, was ihm dann auch gelang. Allerdings ließ dann, erfreut über den gelungenen Glühweinrettungsversuch, seine Sorgfalt und Aufmerksamkeit nach, die Geschwindigkeit des Gefährts nahm
hingegen wieder zu.

“Rudi!” schrie der Weihnachtsmann. “Ich habe schon wieder Glühweineis in meinem Becher! Warum sind wir denn heute so schnell unterwegs?” “Naja, Weihnachtsmann,” antwortete das Rentier, “die Strecke ist frei.” “Die Strecke ist frei? Das Rentier beliebt heut wohl zu scherzen? Die Strecke ist immer frei!” “Hmm, stimmt auffällig. Ich glaube, der Schlitten ist heute nicht so schwer. Wir müssen nicht so viele Geschenke verteilen.” “Weniger Geschenke? Das ist doch aber völlig gegen den Trend. Die Wunschzettel sind von Jahr zu Jahr länger geworden.” “Ja, aber jetzt ist der Aufschwung bei der Bevölkerung angekommen. Sie haben es einfach nicht mehr nötig, sich etwas schenken zu lassen.”

Einige Becher Glühweineis später kam der Schlitten in der Zivilisation an. Der Weihnachtsmann leckte den Löffel ab,
schnappte sich einen Sack und stapfte zum ersten Haus, er klingelte und ward eingelassen. Die kleine Carina wußte
auch ein kleines Gedicht aufzusagen:

Der Weihnachtsmann, wie jeder weiß,
hat einen roten Mantel an,
sein Rauschebart ist weiß und lang,
sein Glühwein in der Tasse heiß.

Der Rauschebart freute sich sehr über das Gedichtchen und lobte das Mädchen. “So, Carina, da wollen wir mal schauen, was ich so für Dich habe. Schau mal, ein Malbuch und Buntstifte!” Die kleine Carina wollte schon anfangen, mit den Buntstiften das Malbuch auszumalen, doch der Weihnachtsmann wühlte weiter in seinem Sack und holte wieder etwas heraus. “Schokolade!” rief die Kleine überglücklich und ließ Buntstifte und Malbuch fallen, um die Schokolade in Empfang zu nehmen. Der Rotkittel kramte weiter in seinem Sack, während die Schokolade geöffnet
wurde, und holte ein Plüschtier hervor. “Ein Teddy!” Auch die Schokolade wurde fallengelassen und dafür der Plüschbär fest umarmt.

Das Mädchen wartete gespannt, was der Weihnachtsmann als nächstes aus dem Sack holen würde. Irgendetwas mußte ja noch kommen, schließlich kramt er noch in seinem Sack rum. “Und zum Schluß”, sprach der Weihnachtsmann stolz, fast feierlich, “noch eine Tube Anti-Falten-Creme.” Anti-Falten-Creme? Für eine Fünfjährige? Ist diese Form der Altervorsorge nicht doch etwas übertrieben? Der Weihnachtsmann beschloß, mit dieser
Abteilung Personalwesen mal ein ernsthaftes Wort zu reden. Einem gelernten Packfachwichtel wäre so ein Fehler sicher nicht unterlaufen.

Jetzt galt es allerdings eine Situation zu retten. Das Mädchen umklammerte ihren Teddy und schaute verstört drein. Der Rest der Familie hatte leider keinen Teddy zur Hand, verstört dreinschauen konnten sie trotzdem recht gut. “Entschuldigung,” sprach der Weihnachtsmann, “da ist dem Packwichtel wohl ein kleiner Fehler unterlaufen.” Der Weihnachtsmann durchforstete seine Manteltasche und holte schließlich eine kleine Spieluhr hervor.

Er zog sie auf und die Figuren begannen zu einer Melodie zu tanzen. Sogar ein paar tanzende Schneeflocken waren dabei. Die ganze Familie war entzückt. Tanzende Schneeflocken! Sowas kannte man doch sonst nur noch aus Unwetterszenarien. Die kleine Carina nahm die Spieluhr vorsichtig entgegen und verlor sich in den tanzenden Figuren, nachdem sich der Rauschebart nochmals entschuldigt und dann verabschiedet hatte.

Der Weihnachtsmann setzte sich wieder in den Schlitten und die Fahrt ging weiter. “Ach, Rudi, die Zeiten sind merkwürdig. Ich glaube, ich bin zu alt für diesen Job.” seufzte der Rotkittel und nahm einen Schluck von seinem Glühwein. Aber wer sollte diesen Job übernehmen?

Defekt

Donnerstag, 01. Januar 2009

Probleme sind der Motor jeder Entwicklung. Ein Defekt kann also nicht schaden.

Das gehört rein:

  • 1 cl Zitronensaft
  • 2 cl Erdbeersirup
  • 4 cl dunkler Rum
  • 2 cl Apricot Brandy
  • 1 cl Galliano

Jeweils zur Hälfte mit Ananas- und Orangensaft auffüllen, mit zwei, drei Eiswürfeln kurz und kräftig schütteln und in ein Glas gießen.

Weihnachtsmärchen 2008

Mittwoch, 24. Dezember 2008

Der Weihnachtsmann nahm einen Schluck Glühwein aus seinem Becher, zog an seinem Pfeifchen und beobachtete das bunte Treiben auf dem Hof. Einige Wichtel waren damit beschäftigt, den Schlitten zu beladen, andere Wichtel polierten die Kugeln am Baum und die Wichtel, die Pause hatten, tranken Glühwein und machten mit einer Harke Muster in den Kunstschnee.

Das Wetterwesen hatte nach langen Überlegungen auf Kunstschnee umgestellt. Kunstschnee matscht nicht, sondern sieht immer gut aus. Es bildet sich auch kein Glatteis. Und wenn die Wintersaison vorbei ist, kann man ihn einfach wieder aufkehren und im nächsten Jahr wiederverwenden. Herkömmlichen Schnee kann man immer nur einmal verwenden. Aus umweltethischer Sicht ist sowas heutzutage nicht mehr vertretbar.

Rudi war auch froh über das künstliche Weiß, denn er fiel nicht mehr annähernd so oft hin, wenn er zur Glühweintränke torkelte. Und ohne reichlich Glühwein – kundige Weihnachtsfeierer wissen das – hat das Rentier einfach keine rote Nase.

Die Weihnachtsvorbereitungen selbst verliefen relativ ruhig. Die meisten Wunschzettel umfaßten nicht mehr als 160 Zeichen, waren kurz und knapp und schwer verständlich. Aber der Weihnachtsmann wäre nicht der Weihnachtsmann, wenn er damit ein Problem hätte. Wozu hat er schließlich seine Entzifferungswichtel?

Der Schlitten war beladen, die Liste der Begünstigten war auch ausgedruckt, nur Rudi wollte partout nicht von der Glühweintränke weg. Mit seinem Geweih schubste er alle weg, die sich ihm nähern wollte. Er hatte einfach keine Lust, schon wieder von Haus zu Haus zu fliegen. Er wollte lieber auf dem Hof bleiben, den Weihnachstbaum bewundern, naja, und Glühwein trinken.

Eine Gruppe Wichtel faßte sich ein Herz und schleifte Rudi vor den Schlitten. Das war gar nicht so einfach. Das Rentier
fluchte und schimpfte und er hätte sich sicher auch festgekrallt, wenn das mit Hufen möglich gewesen wäre. Er beruhigte sich dann aber und ließ sich auf den Kompromiß “große Thermoskanne” ein.

So begann die Reise. “Hast Du eine Diät gemacht?” fragte Rudi den Weihnachtsmann. “Nein. Wie kommst Du denn drauf?” fragte der Rauschebart verwundert zurück. “Naja, irgendwie läßt sich der Schlitten dieses Jahr so leicht ziehen.” Der Alte schüttelte den Kopf und nahm einen kräftigen Schluck aus der Thermoskanne.

Nach wenigen Minuten Flugzeit erreichte das Gespann die Zivilisation. “Hohoho!” verkündete der Rauschebart seine Ankunft. Der Rotkittel schaute kurz auf seine Liste, griff sich seinen Sack und stapfte zum Haus. Er klopfte an und ihm ward aufgetan.

“Der Weihnachtsmann, der Weihnachtsmann” riefen die Stimmen im Haus ganz aufgeregt. Im Wohnzimmer angekommen, wurde er von der ganzen Familie begrüßt, ganz besonders aber von Henriette, die sich schon auf ganz viele Geschenke freute.

Der Weihnachtsmann fragte Henriette, ob sie denn artig auch artig war und mit Reue berichtete sie von all ihren Sünden, welche der Rotkittel mit dem Bericht des Verfassungsschutzes abglich.

Der Weihnachtsmann ist ja bekanntermaßen kein Unmensch und jeder weiß, daß man ihn mit einem schönen Gedicht oder einem Liedchen zur Herausgabe der Geschenke bewegen kann. So ist es auch nicht weiter verwunderlich, daß Henriette ein Gedicht aufsagte:

Der Weihnachtsmann, man glaubt es kaum,
sprang fröhlich um den Weihnachtsbaum,
der glitzerte und hell erstrahlte,
wenn man die Stromrechnung bezahlte.

Die Kinder kommen an in Scharen
und alle, die schön artig waren,
bekommen Spielzeug noch und nöcher.
Socken kriegen höchstens Löcher.

Und jeder bekommt eine Süßigkeit,
was des Zahnarzts Herz erfreut,
in Stockholm, Amsterdam, Paris,
wenn er behandelt Karies.

Und alle Menschen sind voll Freude,
die armen und die reichen Leute.
Alle schauen fröhlich drein,
denn mit Schuß war der Glühwein.

Reich gedeckt wird dann der Tisch
mit Salat, Bratwurst, Brot und Fisch. [Igitt! (Anmerkung des Autors)]
Und irgendwann sind alle satt,
dann freut sich, wer ein Schnäpschen hat.

Etwas merkwürdig war das Gedicht ja schon, aber der Weihnachtsmann hat schon so viel erlebt, daß es ihn nicht wirklich verwunderte. Er lobte Henriette und holte ein Geschenk nach dem anderen aus seinem Sack.

Freudig und voller Spannung begann das kleine Mädchen das erste Geschenk zu öffnen. Es löste die Schleife, entfernte das Papier, öffnete den Karton und sah: Nichts. Das Geschenk war leer. Da war natürlich Verwirrung angesagt.

Sie griff sich das nächste Geschenk, öffnete selbiges und fand den gleichen Inhalt. So ging es Geschenk für Geschenk. Leer! Leer! Alles leer!

Was war los? Hatte es der Weihnachtsmann etwa nötig, seinen Glühweinkonsum mit Leergeschenken zu finanzieren. Offenbar nicht, denn der Rotkittel war selbst höchsterstaunt über diese Gaben.

“Das kann doch nicht wahr sein! Wenn ich den Mistwichtel erwische, der das verbockt hat. Der kann sich vielleicht was anhören! Hundert Jahre Geschirrspüldienst bekommt der aufgebrummt!” Mit hochrotem Kopf rannte der Weihnachtsmann zurück zum Schlitten. ” So schnell wie möglich zurück zur Basis!” rief er Rudi zu. “Aber laß Dich
nicht wieder blitzen!”

Kaum angekommen, ließ er alle Wichtel auf dem Hof antreten. “Habt ihr eine Ahnung, wie ich mich blamiert habe?” Der Weihnachtsmann war noch immer wütend und stinksauer. “Welcher Ulkwichtel hat die Geschenke aus den Verpackungen genommen?”

Zögerlich und mit gesenktem Haupt trat Verpackungswichtel Vincent vor. “Ich wollte auch mal Geschenke bekommen.” sagte er bockig. “Jahr für Jahr packe ich Geschenke ein und nie bekomme ich welche.” Faßt hätte der Weihnachtsmann Vincent eine Ohrfeige verpaßt, aber Gewalt ist keine Lösung und hat daher in einem modernen Märchen nichts verloren.

“Wenn Du nicht sofort alle Geschenke einpackst”, drohte der Alte, “dann vergesse ich mich.” Vincent rannte sofort ins Lager und packte in Windeseile alle Geschenke ein. So konnten, wenn auch mit leichter Verspätung, doch noch alle Kinder beschenkt werden.

Wieder zuhause angekommen, saß der Weihnachtsmann in seinem Sessel, nahm einen großen Schluck aus seiner Glühweintasse und rief seinem Notierwichtel Norbert zu: “Notier mal! Nächstes Jahr gibt es auch für die Wichtel Geschenke.”

 
 
 
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