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	<title>www.karlvalentin.de &#187; Konzert</title>
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	<description>Notizen und Gedanken von mir, Karl Valentin</description>
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		<title>Ein Weihnachtskonzert</title>
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		<pubDate>Thu, 08 Dec 2005 22:26:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>scheddel</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Auf dem Stuhl liegt ein A4-Blatt. Auf der einen Seite steht der Text von &#8220;Vorfreude, sch&#246;nste Freude&#8221;, auf der anderen Seite der von &#8220;O Tannenbaum&#8221;. Rechts von der B&#252;hne steht ein Weihnachtsbaum, links von der B&#252;hne eine Palme. Scheinwerfer strahlen die S&#228;ulen rot an. Ein B&#228;nker begr&#252;&#223;t das Publikum und spricht einige angek&#252;ndigte Dankesworte. Der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auf dem Stuhl liegt ein A4-Blatt. Auf der einen Seite steht der Text von &#8220;Vorfreude, sch&ouml;nste Freude&#8221;, auf der anderen Seite der von &#8220;O Tannenbaum&#8221;. Rechts von der B&uuml;hne steht ein Weihnachtsbaum, links von der B&uuml;hne eine Palme. Scheinwerfer strahlen die S&auml;ulen rot an.</p>
<p>Ein B&auml;nker begr&uuml;&szlig;t das Publikum und spricht einige angek&uuml;ndigte Dankesworte. Der Abend, so sagt er, wird von Peter Zimmer vom MDR moderiert werden.</p>
<p>Es geht los mit einem Werk von Haydn, gespielt von drei M&auml;dels, eine am Klavier, eine an der Violine, eine am Violoncello. (W&uuml;rde man Klavier durch Piano und Violoncello durch Cello ersetzen, k&ouml;nnte man von einer PVC-Besetzung reden.)</p>
<p>&#8220;Weihnachten in Familie ist das Thema heute.&#8221; begr&uuml;&szlig;t der Moderator. Er spricht noch ein paar weitere S&auml;tze und m&ouml;chte dann, da&szlig; das Publikum mitsingt. Er hofft, da&szlig; die Leute die &#8220;drei Strophen&#8221; des vierstrophigen Liedes &#8220;Vorfreude, sch&ouml;nste Freude&#8221; kennen. Es singen allerdings nicht alle mit. Dennoch bef&uuml;rchte ich hin und wieder, da&szlig; Glas springen k&ouml;nnte.</p>
<p>Beim n&auml;chsten St&uuml;ck mu&szlig; das Publikum nicht mitsingen, die Solostimme wird von einem Klavier begleitet. Gegeben wird &#8220;Fl&ouml;&szlig;t mein Heiland, fl&ouml;&szlig;t dein Name&#8221; aus Bachs Weihnachtsoratorium.</p>
<p>Danach erz&auml;hlt Peter Zimmer von seiner Gro&szlig;mutter, die Pferde- und Holz&auml;pfel zu sammeln pflegte, ein letztes mal &#8220;Gute Nacht!&#8221; w&uuml;nschte, aber trotzdem nie starb.</p>
<p>Danach ein weiteres Werk von Bach sowie eine Serenade von Kirchner.</p>
<p>Um dem Publikum einige Geschenkideen zu geben, liest Peter Zimmer aus einem Werk von Kishon. Danach gibt es Irving Berlins &#8220;White Christmas&#8221;. W&auml;hrend des Klaviersolos grinst die Stimme wie ein Honigkuchenpferd.</p>
<p>Nun denkt Peter Zimmer &#8211; fast ein klein wenig wehm&uuml;tig &#8211; an die Zeit, wo zur Weihnachtszeit &uuml;berall gesungen und musiziert wurde. Es wird auch gleich weitermusiziert, es wird &#8220;Autumn Leaves&#8221; und Piazzollas &#8220;Oblivion&#8221; gegeben.</p>
<p>Danach erkl&auml;rt Peter Zimmer, da&szlig; Freude und Weihnachtsb&auml;ume &#8211; egal ob &#8220;echt oder frisch abgestaubt&#8221; &#8211; zu Weihnachten eine gro&szlig;e Rolle spielen. Er liest die <a href="http://weihnachtstadt.de/Geschichten/Geschichten_lustig/DWB.htm">Dienstweihnachtsbaumverordnung f&uuml;r Beamte</a> vor.</p>
<p>Nach dem Pink-Panther-Thema geht es langsam in Richtung &#8220;O Tannebaum&#8221;. Zuvor jedoch tr&auml;gt der Moderator <a href="http://www.ioff.de/archive/index.php/t-25401">&#8220;Die Leiden des jungen Weihnachtsbaums&#8221;</a> vor. Danach wird wieder gemeinsam gesungen.</p>
<p>Peter Zimmer dankt f&uuml;r die Aufmerksamkeit, danach gibt es noch zwei Zugabe &#8211; die erste anl&auml;&szlig;lich John Lennons Todestages.</p>
<p>Danach spricht der B&auml;nker noch ein paar Dankesworte, es gibt Applaus und Weihnachtssterne f&uuml;r die &#8220;f&uuml;nf musikalischen Engel und Peter Zimmer&#8221;.</p>

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		<title>New Model Army @ Alter Schlachthof, Dresden</title>
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		<pubDate>Sat, 05 Nov 2005 01:58:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>scheddel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Nachtwanderung]]></category>
		<category><![CDATA[Bier]]></category>
		<category><![CDATA[Konzert]]></category>
		<category><![CDATA[New Model Army]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist vielleicht 19 Uhr, ich verlasse meine Heimat gen Dresden, zum Alten Schlachthof, zu New Model Army. Die Autobahn ist frei, die Fahrt entspannt, der CD-Player spielt das aktuelle Album der Band. Ich erreiche nach einer Weile Fahrt auch die Abfahrt Dresden-Neustadt. Der Routenplaner hat gesagt, ich soll hier abfahren. Verschwiegen hat er mir, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist vielleicht 19 Uhr, ich verlasse meine Heimat gen Dresden, zum <a href="http://www.alter-schlachthof.de/">Alten Schlachthof</a>, zu <a href="http://www.newmodelarmy.org/">New Model Army</a>. Die Autobahn ist frei, die Fahrt entspannt, der CD-Player spielt das aktuelle Album der Band. Ich erreiche nach einer Weile Fahrt auch die Abfahrt Dresden-Neustadt. Der Routenplaner hat gesagt, ich soll hier abfahren. Verschwiegen hat er mir, da&szlig; mich jetzt eine einst&uuml;ndige Odyssee erwartet.</p>
<p>Ich irre also durch die Landeshauptstadt. Leute, die man fragen k&ouml;nnte, gibt es kaum, die Stra&szlig;en sind leer. Und wenn ich jemand treffe, sind es entweder Touristen oder Einheimische, die aber auch nur wissen, da&szlig; ich hier v&ouml;llig falsch bin. Nach einer Stunde Irrfahrt bin ich schier verzweifelt und m&ouml;chte ins Lenkrad bei&szlig;en. An einer Kreuzung frage ich eine junge Familie, wie ich denn zur Leipziger Stra&szlig;e komme. Sie schauen mich verwirrt an und meinen schlie&szlig;lich, da&szlig; das hier die Leipziger Stra&szlig;e sei.</p>
<p>Ich bin erleichtert. Wenige Minuten sp&auml;ter finde ich den Alten Schlachthof, noch ein paar Minuten einen Parkplatz und noch ein paar Minuten sp&auml;ter habe ich auch den Weg von meinem Parkplatz zum Alten Schlachthof zur&uuml;ckgelegt.</p>
<p>Eine Eintrittskarte f&uuml;r € 25 &#8211; sogar eine richtige -, eine Garderobenmarke f&uuml;r € 1 und ein Bier f&uuml;r € 2,50. Im Moment spielen Honigdieb. Gut, da&szlig; ich ein Bier habe.</p>
<p>Endlich ist es soweit, New Model Army beginnen ihr Konzert. Am Anfang eine Mischung zwischen ruhigen und schnellen, alten und neuen Sachen. Etwas sp&auml;ter bin ich in Trance. Ich tanze. Ich schwitze. Die Klamotten sind klatschna&szlig;, das salzige Wasser brennt in meinen Augen. Doch die Party geht immer weiter. Sie spielen die ganzen Klassiker: &#8220;No Rest&#8221;, &#8220;Better Than Them&#8221;, &#8220;Poison Street&#8221;, &#8220;Stupid Questions&#8221;, &#8220;Here Comes The War&#8221;, etc. Ich tanze. Ich schwitze.</p>
<p>Pl&ouml;tzlich wird der Trancezustand unterbochen, Mr. Sullivan k&uuml;ndigt mit &#8220;Get Me Out&#8221; das letzte St&uuml;ck an. Danach verschwindet die Band von der B&uuml;hne, aber das Publikum kann sie doch zu einer Zugabe &uuml;berreden. Sie beginnt mit &#8220;Purity&#8221;. Danach folgt &#8220;51st State&#8221;. Das St&uuml;ck mu&szlig; einfach kommen. K&auml;me es nicht, w&auml;re es so, als w&uuml;rde der Papst den Boden nicht k&uuml;ssen, nachdem er aus dem Flieger steigt. Zum Abschlu&szlig; gibt es in Gedenken an Robert Heaten noch &#8220;Green And Grey&#8221;.</p>
<p>Die Band geht von der B&uuml;hne, das Licht geht an, die Konservenmusik auch und die Roadies beginnen mit dem Abbau. Die Zeichen sind klar, die Show ist vorbei. Ein Teil des Publikums verschwindet gen Ausgang,  der Rest klatscht und johlt und pfeift. Nach einigen Minuten geht das Saallicht wieder aus und New Model Army geben mit &#8211; verdammt, ich bin zu endorphintrunken, um mir den Song zu merken &#8211; eine weitere Zugabe. Ich glaube, die Klamotten werden nie wieder trocken.</p>
<p>Nach dieser Zugabe scheint das Publikum zufrieden. Ein wirklich gro&szlig;artiges Konzert ist beendet. Die Eintrittskarte h&auml;ngt jetzt an der Wand. Sie ist etwas zerknittert, aber wer keine Falten hat, hat auch nichts erlebt.</p>

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		<title>City in der City</title>
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		<pubDate>Sat, 09 Jul 2005 15:23:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>scheddel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Abendspaziergang]]></category>
		<category><![CDATA[Bier]]></category>
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		<description><![CDATA[Ich befinde mich auf dem 5. Jahrmarkt der Baugenossenschaft Leipzig und m&#246;chte die Band City sehen. Zuvor jedoch springen noch einige Frauen und M&#228;dels vom CCC und CCM auf der B&#252;hne herum. Danach erhalten die Tombola-Gewinner ihre Preise. Es ist etwa 18:20 und endlich ist das erwartete Intro zu h&#246;ren. Die Musiker von City betreten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich befinde mich auf dem 5. Jahrmarkt der <a href="http://www.bg-leipzig.de/">Baugenossenschaft Leipzig</a> und m&ouml;chte die Band City sehen. Zuvor jedoch springen noch einige Frauen und M&auml;dels vom <a href="http://www.connewitzercarnevalclub.de/">CCC</a> und <a href="http://www.ccm-ev.de/">CCM</a> auf der B&uuml;hne herum. Danach erhalten die Tombola-Gewinner ihre Preise.</p>
<p>Es ist etwa 18:20 und endlich ist das erwartete Intro zu h&ouml;ren. Die Musiker von City betreten die B&uuml;hne. Das Intro ist vorbei, die Band legt mit &#8220;Weil die Erde eine Kugel ist&#8221; los, die Jungs sind definitv spielfreudig, die Stimmung ist gut. W&auml;hrend des St&uuml;ckes kommt die gewohnte, wenn auch gek&uuml;rzte Begr&uuml;&szlig;ung.</p>
<p>Mit &#8220;Nachts um halb eins&#8221; geht es weiter, es folgt ein Knall, Konfetti verteilt sich im Publikum, auf der B&uuml;hne geht es mit &#8220;Pfefferminzhimmel&#8221; weiter. Neben mir genie&szlig;t ein Rentnerp&auml;rchen Fischbr&ouml;tchen und kleine Biere. Meines Erachtens befinden sich die Garnituren zu nah an der B&uuml;hne, es kommt eher eine Bierzelt- als eine Konzertatmosph&auml;re auf.</p>
<p>Toni Krahl verteilt Bonbons, es fallen ein paar Regentropfen. M&ouml;glicherweise wird es sich bald leeren. Ein Baugenossenschaftler verteilt Aufkleber, die Leute decken damit ihre Becher ab.</p>
<p>Klaus Selmke hat &#8211; wie immer &#8211; Geburtstag, die Menge singt ihm ein Lied. Danach gibt es &#8220;Noch&#8217;n Bier&#8221;. Ich finde es durchaus interessant, da&szlig; dieses St&uuml;ck in seinen 18 Jahren wirklich nichts von seiner Gesellschaftskritik, Aktualit&auml;t eingeb&uuml;&szlig;t hat.</p>
<p>Es folgt ein St&uuml;ck des aktuellen und durchaus genialen Albums &#8220;Silberstreif am Horizont&#8221;: &#8220;Tamara&#8221; Dieses St&uuml;ck scheint aufgrund seiner Jugend nicht sehr bekannt zu sein. Beobachtet man zu diesem St&uuml;ck das Publikum, so sieht man viele K&ouml;pfe im Rhythmus nicken, wohl wissend, da&szlig; sie eigentlich auf die ollen Kamellen wartend. Die Kids k&ouml;nnen mit der Musik der &auml;lteren Herren &uuml;berhaupt nichts anfangen.</p>
<p>Es folgt &#8220;In Zeiten wie diesen&#8221;, ein St&uuml;ck vom aktuellen Album. Toni Krahl &#8211; und ganz klar auch City &#8211; bietet dieses St&uuml;ck mit einer beeindrucken Mimik und Gestik dar. Dieses St&uuml;ck hat allerdings auch extremen Tiefgang.</p>
<p>&#8220;Ganz leicht&#8221; folgt. Fliegen scheint ein faszinierendes Thema zu sein, wenn man sich die Diskographie der Band beschaut.</p>
<p>Endlich gibt es den &#8220;Glastraum&#8221;. Der Moderator hat ihn angek&uuml;ndigt. Es ist merkw&uuml;rdig, da&szlig; ihm au&szlig;er &#8220;Am Fenster&#8221; eben dieses St&uuml;ck einfiel. Diesmal fehlte die Folie, aber ohne passendes Scheinwerferlicht verfehlt sie wohl ihre Wirkung.</p>
<p>Jetzt wird gemeinsam gesungen: &#8220;Wenn ich mal was sagen will&#8221;. Erst scheint es so, als klatscht das Publikum nur statt zu singen, aber als Toni nicht mehr singt, h&ouml;rt man klar, da&szlig; das Publikum singt und Spa&szlig; hat, wenn auch etwas leise. Wie immer kommt bei diesem St&uuml;ck der &#8220;musikalische H&ouml;hepunkt des Konzerts&#8221;, der &#8220;absolute Ruhe und ungeteilte Aufmerksamkeit&#8221; erfordert. Die Menge tobt.</p>
<p>Es kommt &#8220;Am Fenster 2&#8243;. Der Junge neben mir blickt gelangweilt in die Gro&szlig;stadtlandschaft und klatscht dazu im Takt. Die Menge wird zum Singen aufgefordert, scheitert aber wohl an einem Textproblem.</p>
<p>Es folgt ein Medley bestehend aus &#8220;Wand and Wand&#8221;, etwas Konfetti, &#8220;Unter der Haut&#8221; und &#8220;Mir wird kalt dabei&#8221;.</p>
<p>Danach erfolgen die obligatorischen Aufnahmen f&uuml;r das Netz sowie zwei Klassiker: &#8220;z.B. Susann&#8221; und &#8220;Am Fenster&#8221;. W&auml;hrend mir letzteres St&uuml;ck wie eine l&auml;stige Pflicht&uuml;bung erscheint &#8211; Joro spielt routiniert sein Solo, Manfred und Klaus tauschen gelangweilte Blicke aus, Toni und Fritz haben sich von der B&uuml;hne verzogen, so scheint ersteres doch die eigentliche K&uuml;r zu sein: Spielfreude noch und n&ouml;cher.</p>
<p>Bei &#8220;Am Fenster&#8221; verabschiedet sich die Band, doch bald kommt mit &#8220;Sieben Tage lang&#8221; die ersehnte Zugabe. Nach einem &#8220;Jetzt sind wa Freunde, wa?&#8221; von Toni Krahl gibt es noch &#8220;Casablanca&#8221;.</p>
<p>Das Konzert ist vorbei, ich versuche noch ein paar Autogramme f&uuml;r mein Notizbuch zu bekommen.</p>
<p>Leider war an diesem Abend eher Volksfest- als Konzertstimmung, bedingt durch die Sitzgelegeheiten. Die Leute, die vor B&uuml;hne standen, haben trotzdem erstaunlich Stimmung verbreitet, mindestens ebenso, wie die Band selbst. Da sprangen sogar textsichere Teenies rum.</p>
<p>Da&szlig; ein unbedeutendes <a href="http://www.kreuzer-leipzig.de/">Leipziger Stadtmagazin</a> dieses Konzert mit &#8220;Deutlichst angejahrte Berliner Band f&uuml;r beinharte Ostalgiker, deren aktuelles Album “Silberstreif am Horizont” auch bei bestem Willen nur als musikalische und textliche Zumutung bezeichnet werden kann.&#8221; ank&uuml;ndigt, mu&szlig; wohl am puren Neid liegen. City haben gerockt und wer nicht dabei war, hat definitiv etwas verpa&szlig;t.</p>

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		<title>Kammermusik in Pop</title>
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		<pubDate>Thu, 09 Jun 2005 17:33:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>scheddel</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Konzert]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Ende ist nah. (Keiler sagt, ich soll so beginnen.) Tats&#228;chlich befinden wir uns aber in der Kundenhalle der Deutschen Bank; hier findet traditionell das letzte Schulkonzert des Schuljahres statt. Zu sehen sind u.a. ein Fl&#252;gel, ein Schlagzeug, zwei Gitarren, mehrere Mikros. Die B&#252;hne ist menschenleer, der Saal gut gef&#252;llt. Die T&#252;ren schlie&#223;en sich. Ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Ende ist nah. (Keiler sagt, ich soll so beginnen.) Tats&auml;chlich befinden wir uns aber in der Kundenhalle der Deutschen Bank; hier findet traditionell das letzte Schulkonzert des Schuljahres statt. Zu sehen sind u.a. ein Fl&uuml;gel, ein Schlagzeug, zwei Gitarren, mehrere Mikros. Die B&uuml;hne ist menschenleer, der Saal gut gef&uuml;llt.</p>
<p>Die T&uuml;ren schlie&szlig;en sich.</p>
<p>Ein B&auml;nker spricht Gru&szlig;worte. Er weist darauf hin, da&szlig; in Zusammenarbeit mit der <a href="http://www.musikschule-leipzig.de/">Musikschule Leipzig</a> in diesem Schuljahr 147 Schulkonzerte stattgefunden haben. So wird auch der erste Dank an Frau Marlies Bandel ausgesprochen, welche f&uuml;r die Organisation der Konzerte verantworlich ist. Es scheint, als wird jedes Jahr die gleiche Vorlage f&uuml;r das Gru&szlig;wort verwendet. Der Moderator J&ouml;rg Richter wird vorgestellt.</p>
<p>J&ouml;rg Richter begr&uuml;&szlig;t das Publikum und stellt das Thema des Abends &#8211; &#8220;Kammermusik in Pop&#8221; &#8211; vor. Er hat eine gute und eine schlechte Nachricht f&uuml;r das Publikum. Er k&uuml;ndigt an, da&szlig; es keine verpoppte Kammermusik geben wird. &#8220;Was heute kommt, ist viel besser. Wir, die f&uuml;r lautere T&ouml;ne bekannt sind, k&ouml;nnen auch leise.&#8221;</p>
<p>Zwei Gitarreros er&ouml;ffnen mit einem gar nicht mal so leisem St&uuml;ck den Abend.</p>
<p>Der Moderator fragt sich, wie die Musikschule und die Deutsche Bank zusammenpassen. Es ist nicht nur so, da&szlig; beide etwas mit Noten zu tun haben, beide Institutionen befinden sich in den sch&ouml;nsten H&auml;usern von Leipzig. Au&szlig;erdem weist J&ouml;rg Richter daraufhin, da&szlig; man mit B&auml;nkern auch gut &uuml;ber Kunst und Kultur reden kann. (Schon Sibelius wu&szlig;te: &#8220;&Uuml;ber Musik kann man am besten mit Bankdirektoren reden. K&uuml;nstler reden ja nur &uuml;bers Geld.&#8221;)</p>
<p>Eine tolle 17j&auml;hrige Stimme wird angek&uuml;ndigt. Vom Klavier begleitet, bietet sie &#8220;My Funny Valentine&#8221; dar.</p>
<p>Der Moderator stellt fest, da&szlig; auf diesem Schulkonzert kaum Sch&uuml;ler anwesend sind. Danach versucht er den Begriff Popmusik n&auml;herzubringen: &#8220;Popularmusik ist ein ungl&uuml;cklicher Begriff.&#8221; Danach k&uuml;ndigt er ein Schlagzeugsolo an, da&szlig; die Lichter wackeln. Ein Trio bestehend aus Schlagzeug, Bass und Klavier legt los. Leider geht der Bass anfangs unter. Das Schlagzeugsolo kommt, das dynamische Spiel l&auml;&szlig;t das Solo interessant wirken, die Lichter wackeln tats&auml;chlich.</p>
<p>Nun wird das Thema &#8220;Wir sind Papst!&#8221; zur Sprache gebracht. Die Musikschule reagierte darauf mit dem Musical <a href="http://musikschuleleipzig.de/psk/mus/mus_termine/powerslave,id,153,nodeid,7.html">&#8220;Nonnsense&#8221;</a>. Aus diesem Musical wird nun ein Auszug dargeboten. &#8220;Nonsense kann selig machen.&#8221; &#8211; Das mu&szlig; die wunderbare Erfahrung dieser Tage sein.</p>
<p>J&ouml;rg Richter m&ouml;chte ein Plakat zeigen, welches jedoch nicht da ist. Er weist darauf hin, da&szlig; das Musical im <a href="http://www.theater-k.de/">Theater K</a> am 11. 6. um 19 Uhr und am 12. 6. um 16 Uhr noch einmal aufgef&uuml;hrt wird.</p>
<p>Eine f&uuml;nfzehnj&auml;hrige S&auml;ngerin bietet am Klavier &#8220;Afro Blue&#8221; von John Coltrane sowie Clifford Browns &#8220;Joy Spring&#8221;.</p>
<p>Der Moderator bemerkt, da&szlig; man sich die Geischter getrost schon einmal einpr&auml;gen kann. Danach thematisiert er den Verkauf des Geb&auml;udes, in welchem die Musikschule residiert. Danach ruft er ein Schily-Zitat &#8211; &#8220;Wer Musikschulen schlie&szlig;t, gef&auml;hrdet die innere Sicherheit.&#8221; &#8211; in Richtung Rathaus. &#8220;Das m&uuml;&szlig;te angekommen sein.&#8221; Danach kommt ein Solar von Miles Davis.</p>
<p>Der Moderator fragt, ob dem Publikum gef&auml;llt, was geh&ouml;rt wird. Schlie&szlig;lich geht es ja um popul&auml;re Musik. Dann folgt ein St&uuml;ck von Alicia Keys, welches nicht so recht in den Rahmen zu passen scheint. Es pa&szlig;t aber doch, denn es ist Popmusik und darum geht es heute abend. Es folgt ein St&uuml;ck von Anouk. Leider ist das Schlagzeug so laut, da&szlig; Gitarre und Bass untergehen und auch die Stimme sich nur schwer durchsetzen kann.</p>
<p>J&ouml;rg Richter bringt ein paar O-T&ouml;ne aus dem Backstage-Bereich mit: &#8220;Cool hier.&#8221; &#8220;Schade, da&szlig; es schon wieder vorbei ist.&#8221; Er k&uuml;ndigt anschlie&szlig;end ein Improvisationstalent &#8211; Richard Br&uuml;ggemann &#8211; an. Dieser bietet &#8220;Blue Dance&#8221; und zusammen mit der 17j&auml;hrigen Stimme &#8220;Some Cats Know&#8221; dar. Die Klavierimprovisation wird durch ein enthusiastisches Fingerschnippen der S&auml;ngerin begleitet. Danach folgt eine Solozugabe der 17j&auml;hrigen Stimme.</p>
<p>Es folgen ein paar Abschlu&szlig;- und Dankesworte des B&auml;nkers, J&ouml;rg Richter erh&auml;lt einen Blumenstrau&szlig;, die Musiker M&uuml;tzen. Es wird sich ein baldiges Wiedersehen in diesem Haus gew&uuml;nscht. Danach verschwindet das Publikum in den Katakomben, um sich an den kulinarischen K&ouml;stlichkeiten zu laben.</p>

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		<title>Nach S&#252;den, nach S&#252;den</title>
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		<pubDate>Thu, 29 Apr 2004 00:46:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>scheddel</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es ist 1.10 Uhr, ich stehe am Augustusplatz, jeden Augenblick m&#252;&#223;te mein Nachtbus kommen. Ich krame nach meinem Studentenausweis und bemerke, da&#223; er wohl in dem Hemd stecken mu&#223;, was &#252;ber meinem Sessel h&#228;ngt. Dann wird halt gelaufen, es ist ja auch sch&#246;nes Wetter. Es ist wirklich sch&#246;nes Wetter, die Temperatur ist sehr angenehm, es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist 1.10 Uhr, ich stehe am Augustusplatz, jeden Augenblick m&uuml;&szlig;te mein Nachtbus kommen. Ich krame nach meinem Studentenausweis und bemerke, da&szlig; er wohl in dem Hemd stecken mu&szlig;, was &uuml;ber meinem Sessel h&auml;ngt. Dann wird halt gelaufen, es ist ja auch sch&ouml;nes Wetter.</p>
<p>Es ist wirklich sch&ouml;nes Wetter, die Temperatur ist sehr angenehm, es weht ein leichter Wind, gelegentlich, der Himmel ist klar. Wenn man sich die Stadtbeleuchtung wegdenkt, sieht man sogar die Sterne.</p>
<p>Ich setze mich also in Bewegung, vorbei am Mendebrunnen, und entscheide mich ob des sch&ouml;nen Wetters, die Karl-Liebknecht-Stra&szlig;e entlangzulaufen. Es geht also vorbei an Gewandhaus, Uniriese und Klangk&ouml;rper, entlang der mb bis hin zur Universit&auml;tsstra&szlig;e. Ich finde, diese Strecke ist lichtgestalterisch sehr gelungen.</p>
<p>Nun geht es durch den Park hindurch. Der ist etwas sp&auml;rlicher, aber wohl akzentuiert beleuchtet. Es lohnt sich, hier hin und wieder stehenzubleiben, sich zur Innenstadt zu drehen und die Augen auf Weitwinkel oder gar Panorama zu schalten.</p>
<p>Und schon steht man an der Ampel und ich &uuml;berquere die Stra&szlig;e zur Haltestelle Wilhelm-Leuschner-Platz. Damit hat man den geschminkten Teil der Innenstadt verlassen und stellt fest, da&szlig; die Zeit doch nicht stehen geblieben ist. Es ist leer hier, der Nightliner ist vor ein paar Minuten durch, in dem auch ich s&auml;&szlig;e, h&auml;tte ich doch meinen Ausweis dabei gehabt. Aber was man nicht im Kopf hat, mu&szlig; man eben in den Beinen haben.</p>
<p>Ich schreite die Treppe aus der Unterf&uuml;hrung hinauf und &uuml;ber den Parkplatz hin zur Stadtbibliothek. Irgendwie habe ich immer den Eindruck, als h&auml;tte man im nachhinnein ein altes Haus hineingesetzt. Ich &uuml;berlege, ob man den Rest an die Stadtbibliothek oder die Stadtbibliothek an den Rest anpassen sollte, und beschlie&szlig;e, da&szlig; es ruhig so bleiben kann.</p>
<p>Ich gehe mittlerweile den Petersteinweg entlang und entdecke dort, wo die M&uuml;nzgasse abgeht, oben am Geb&auml;ude eine beleuchtete Uhr. Die ist mir bisher noch gar nicht aufgefallen, aber sie sieht gut aus.</p>
<p>Noch immer verwundert laufe ich mittlerweile am Haus der LVZ vorbei, welches linkerhand liegt. In den B&uuml;ros ist Licht, Menschen sind aber keine zu sehen. Vermutlich ist gerade Zigarettenpause.</p>
<p>Vom FloPo her erschallt Musik, als ich die Riemannstra&szlig;e &uuml;berquere. Bei der LVB ist auch noch Licht, ob dort Leute sind, kann ich nicht erkennen.</p>
<p>Zwischen der Pension Gro&szlig;mann und dem Volkshaus, H&ouml;he Grunerstra&szlig;e, steht ein sanierungsbed&uuml;rftiges zweist&ouml;ckiges Haus, unbeleuchtet versteckt es sich im Dunkel. Dieses Haus ist in irgendeiner Weise sch&ouml;n, es ist schwer zu beschreiben. Der Zahn der Zeit hat Stil bewiesen, dieser leicht fortschreitende Zerfall gibt dem Objekt eine gewisse &Auml;sthetik.</p>
<p>Ich sehe geradeaus, ein buntes Haus, auf der anderen Stra&szlig;enseite die Feinkost. Die L&ouml;ffelfamilie schl&auml;ft schon, die Leuchtreklame ist aus und schreite hin zum S&uuml;dplatz, vorbei an der naTo. Vor etwa einem Jahr haben hier Justin Sullivan &amp; Friends gastiert. Es war ein sehr sch&ouml;nes Konzert. Anschlie&szlig;end waren wir in einer Kneipe in Connewitz und betrunken.</p>
<p>Weiter geht es Richtung S&uuml;den, hin zur Kurt-Eisner-Stra&szlig;e. Linkerhand ist das House of Foods, das ist noch nicht solange hier, gegen&uuml;ber der Grillexpress daf&uuml;r schon ewig.</p>
<p>Vorbei geht es Heinrich-Sch&uuml;tz- und Alexis-Schumann-Platz. Der Platz rechterhand sieht ganz nett aus, der linkerhand, naja. &#8220;Ingolf&#8217;s Bierbar&#8221; hat ge&ouml;ffnet, Ingolf und seine G&auml;ste wird es freuen.</p>
<p>Auch im Hotel Seeblick ist noch Betrieb. Ich habe bisher weder Hotel noch See oder gar Seeblick ausmachen k&ouml;nnen, aber ich hege den Verdacht, das geh&ouml;rt zum Konzept.</p>
<p>Es ist dreiviertel Zwei, rechterhand die Buchhandlung, vor der einmal &#8220;K&uuml;&#8217;s&#8221; stand, linkerhand die Bank, vor ihr steht &#8220;Landeszentral&#8221; und geradeaus, in naher Ferne, verliert sich das Connewitzer Kreuz.</p>
<p>Die restlichen Schritte gehe ich allein.</p>

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