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	<title>www.karlvalentin.de &#187; fliegen</title>
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	<description>Notizen und Gedanken von mir, Karl Valentin</description>
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		<title>Sorry, wir haben die Landebahn verfehlt: Kurioses aus dem Cockpit</title>
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		<pubDate>Mon, 31 May 2010 18:37:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>scheddel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Angelesen]]></category>
		<category><![CDATA[fliegen]]></category>
		<category><![CDATA[Wetter]]></category>
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		<description><![CDATA[Angefixt durch die Beitr&#228;ge auf SPIEGEL ONLINE, konnte ich nicht widerstehen, als ich das Buch in der Auslage einer Buchhandlung sah. SPIEGEL ONLINE hatte dazu aufgerufen und viele, viele Leser folgten diesem Ruf und berichteten &#252;ber ihre kuriosen, am&#252;santen, skurrilen, wasauchimmeren Flugerlebnisse. Gegliedert ist das Buch in zehn Kapitel. Jedes Kapitel beginnt mit einer Einleitung, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Angefixt durch die Beitr&auml;ge auf <a href="http://www.spiegel.de/thema/pilotensprueche/">SPIEGEL ONLINE</a>, konnte ich nicht widerstehen, als ich das Buch in der Auslage einer Buchhandlung sah.</p>
<p>SPIEGEL ONLINE hatte dazu aufgerufen und viele, viele Leser folgten diesem Ruf und berichteten &uuml;ber ihre kuriosen, am&uuml;santen, skurrilen, wasauchimmeren Flugerlebnisse.</p>
<p>Gegliedert ist das Buch in zehn Kapitel. Jedes Kapitel beginnt mit einer Einleitung, wo mit Anekd&ouml;tchen der Leser auf die kommenden Erlebnisse vorbereitet wird. Nach all den Zitaten schlie&szlig;en die Kapitel mit Infoboxen ab, in denen Wissenswertes rund ums Thema Fliegen gibt.</p>
<p>Thema des ersten Kapitels sind Erlebnisse vor dem Start. Darin kann man lesen, da&szlig; in einer startbereiten Maschine <em>Spiel mir das Lied vom Tod</em> zu h&ouml;ren war oder sich eine Stewardess sich f&uuml;r die Versp&auml;tung entschuldigte, weil sich der Pilot erst noch mit dem Flugzeugtyp vertraut machen mu&szlig;te.</p>
<p>Weiter geht es im zweiten Kapitel mit Berichten &uuml;ber die Sicherheitseinf&uuml;hrung. Es ist schon interessant zu lesen, da&szlig; <em>drei Toiletten mit Kameras ausgestattet sind</em>, oder man im Fall eines pl&ouml;tzlichen Druckabfalls optimistisch sein soll.</p>
<p>Im dritten Kapitel geht es dann richtig rund, denn da sind Turbulenzen das Thema. Hier geht es um Co-Piloten, denen schlecht wird, Luftl&ouml;cher, versch&uuml;tteten Kaffee und alles, was sonst noch so zur Unterhaltung beitr&auml;gt.</p>
<p>Wer noch immer keine Angst vorm Fliegen hat, kann im vierten Kapitel &uuml;ber technische Probleme lesen. Hier geht es unter anderem um ausgefallene Instrumente, kleine gelbe Feuerwehrautos, die man ignorieren soll und L&ouml;cher in den T&uuml;ren.</p>
<p>Im f&uuml;nften Kapitel geht es um ferne L&auml;nder und ihre Sitten und merkw&uuml;rdige &Uuml;bersetzungen. Man kann lesen, da&szlig; d<em>ie Dicken bereitgehalten werden</em> sollen, da&szlig; das Englisch der Fluglotsen nicht &uuml;berall gut ausgepr&auml;gt ist und da&szlig; es eine Menge Tiere gibt, die einen im Fall einer Notlandung verspeisen wollen.</p>
<p>Im sechsten Kapitel geht es dann um Flugpersonal, welches &ouml;de Routinefl&uuml;ge etwas unterhaltsamer gestalten will. Berichtet wird von Gep&auml;ck, welches, falls es vergessen wird, am n&auml;chsten Tag auf eBay zu finden sein soll, von Stewardessen, die die Passagiere nach <em>Gel&uuml;sten oder sonstigen Begierden</em> fragen und trinkenden Piloten.</p>
<p>Heite geht es im siebenten Kapitel mit schlechtem Wetter weiter. Thema sind hier Sturm, Schnee, dichter Nebel, vereiste Landebahnen etc.</p>
<p>Thema des achten Kapitels sind <em>Bl&ouml;deleien &uuml;ber den Wolken</em>. Hier kann man lesen, wie Offiziere die Reiseflugh&ouml;he vergessen haben, wie Passagiere bei einer harten Landung glaubten, da&szlig; sie abgeschossen worden sind und wie der Kapit&auml;n um den Z&uuml;ndschl&uuml;ssel bittet, weil er endlich losfliegen will.</p>
<p>Nach so langer Zeit in der Luft wird es Zeit f&uuml;r die Landung, was dann auch Thema des neunten Kapitels ist. Hier geht es um abgebrochene Landungen, harte Landungen, Aufschl&auml;ge, kontrollierte Abst&uuml;rze und andere Flugabschl&uuml;sse.</p>
<p>Im zehnten und letzten Kapitel geht es um Abschied. Keine Angst, es geht nicht um Tod. Viel mehr geht es um fehlende Gangways, die Suche nach g&uuml;nstigen Parkpl&auml;tzen und Autopiloten, die sich von den Flugg&auml;sten verabschieden.</p>
<p>Abgerundet wird das Buch mit einem Interview mit dem Flugpsychologen Reiner W. Kemmler sowie einer Linksammlung.</p>
<p>Das 192seitige Werk der Autoren Antje Blinda und Stephan Orth erschien 2010 im Ullstein Taschenbuch Verlag.</p>
<p>Alles in allem handelt es sich um ein sehr kurzweiliges und empfehlenswertes Buch, auch wenn ich mir bei einigen Zitaten nicht sicher bin, ob es sich um wirklich Erlebtes oder Folklore handelt.</p>

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		<title>Weihnachtsm&#228;rchen 2008</title>
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		<pubDate>Wed, 24 Dec 2008 15:17:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>scheddel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Notizen]]></category>
		<category><![CDATA[fliegen]]></category>
		<category><![CDATA[Gin]]></category>
		<category><![CDATA[Rum]]></category>
		<category><![CDATA[Weihnachtsmann]]></category>
		<category><![CDATA[Weihnachtsmärchen]]></category>
		<category><![CDATA[Wetter]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Weihnachtsmann nahm einen Schluck Gl&#252;hwein aus seinem Becher, zog an seinem Pfeifchen und beobachtete das bunte Treiben auf dem Hof. Einige Wichtel waren damit besch&#228;ftigt, den Schlitten zu beladen, andere Wichtel polierten die Kugeln am Baum und die Wichtel, die Pause hatten, tranken Gl&#252;hwein und machten mit einer Harke Muster in den Kunstschnee. Das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Weihnachtsmann nahm einen Schluck Gl&uuml;hwein aus seinem Becher, zog an seinem Pfeifchen und beobachtete das bunte Treiben auf dem Hof. Einige Wichtel waren damit besch&auml;ftigt, den Schlitten zu beladen, andere Wichtel polierten die Kugeln am Baum und die Wichtel, die Pause hatten, tranken Gl&uuml;hwein und machten mit einer Harke Muster in den Kunstschnee.</p>
<p>Das Wetterwesen hatte nach langen &Uuml;berlegungen auf Kunstschnee umgestellt. Kunstschnee matscht nicht, sondern sieht immer gut aus. Es bildet sich auch kein Glatteis. Und wenn die Wintersaison vorbei ist, kann man ihn einfach wieder aufkehren und im n&auml;chsten Jahr wiederverwenden. Herk&ouml;mmlichen Schnee kann man immer nur einmal verwenden. Aus umweltethischer Sicht ist sowas heutzutage nicht mehr vertretbar.</p>
<p>Rudi war auch froh &uuml;ber das k&uuml;nstliche Wei&szlig;, denn er fiel nicht mehr ann&auml;hernd so oft hin, wenn er zur Gl&uuml;hweintr&auml;nke torkelte. Und ohne reichlich Gl&uuml;hwein &#8211; kundige Weihnachtsfeierer wissen das &#8211; hat das Rentier einfach keine rote Nase.</p>
<p>Die Weihnachtsvorbereitungen selbst verliefen relativ ruhig. Die meisten Wunschzettel umfa&szlig;ten nicht mehr als 160 Zeichen, waren kurz und knapp und schwer verst&auml;ndlich. Aber der Weihnachtsmann w&auml;re nicht der Weihnachtsmann, wenn er damit ein Problem h&auml;tte. Wozu hat er schlie&szlig;lich seine Entzifferungswichtel?</p>
<p>Der Schlitten war beladen, die Liste der Beg&uuml;nstigten war auch ausgedruckt, nur Rudi wollte partout nicht von der Gl&uuml;hweintr&auml;nke weg. Mit seinem Geweih schubste er alle weg, die sich ihm n&auml;hern wollte. Er hatte einfach keine Lust, schon wieder von Haus zu Haus zu fliegen. Er wollte lieber auf dem Hof bleiben, den Weihnachstbaum bewundern, naja, und Gl&uuml;hwein trinken.</p>
<p>Eine Gruppe Wichtel fa&szlig;te sich ein Herz und schleifte Rudi vor den Schlitten. Das war gar nicht so einfach. Das Rentier<br />
fluchte und schimpfte und er h&auml;tte sich sicher auch festgekrallt, wenn das mit Hufen m&ouml;glich gewesen w&auml;re. Er beruhigte sich dann aber und lie&szlig; sich auf den Kompromi&szlig; &#8220;gro&szlig;e Thermoskanne&#8221; ein.</p>
<p>So begann die Reise. &#8220;Hast Du eine Di&auml;t gemacht?&#8221; fragte Rudi den Weihnachtsmann. &#8220;Nein. Wie kommst Du denn drauf?&#8221; fragte der Rauschebart verwundert zur&uuml;ck. &#8220;Naja, irgendwie l&auml;&szlig;t sich der Schlitten dieses Jahr so leicht ziehen.&#8221; Der Alte sch&uuml;ttelte den Kopf und nahm einen kr&auml;ftigen Schluck aus der Thermoskanne.</p>
<p>Nach wenigen Minuten Flugzeit erreichte das Gespann die Zivilisation. &#8220;Hohoho!&#8221; verk&uuml;ndete der Rauschebart seine Ankunft. Der Rotkittel schaute kurz auf seine Liste, griff sich seinen Sack und stapfte zum Haus. Er klopfte an und ihm ward aufgetan.</p>
<p>&#8220;Der Weihnachtsmann, der Weihnachtsmann&#8221; riefen die Stimmen im Haus ganz aufgeregt. Im Wohnzimmer angekommen, wurde er von der ganzen Familie begr&uuml;&szlig;t, ganz besonders aber von Henriette, die sich schon auf ganz viele Geschenke freute.</p>
<p>Der Weihnachtsmann fragte Henriette, ob sie denn artig auch artig war und mit Reue berichtete sie von all ihren S&uuml;nden, welche der Rotkittel mit dem Bericht des Verfassungsschutzes abglich.</p>
<p>Der Weihnachtsmann ist ja bekannterma&szlig;en kein Unmensch und jeder wei&szlig;, da&szlig; man ihn mit einem sch&ouml;nen Gedicht oder einem Liedchen zur Herausgabe der Geschenke bewegen kann. So ist es auch nicht weiter verwunderlich, da&szlig; Henriette ein Gedicht aufsagte:</p>
<p>Der Weihnachtsmann, man glaubt es kaum,<br />
sprang fr&ouml;hlich um den Weihnachtsbaum,<br />
der glitzerte und hell erstrahlte,<br />
wenn man die Stromrechnung bezahlte.</p>
<p>Die Kinder kommen an in Scharen<br />
und alle, die sch&ouml;n artig waren,<br />
bekommen Spielzeug noch und n&ouml;cher.<br />
Socken kriegen h&ouml;chstens L&ouml;cher.</p>
<p>Und jeder bekommt eine S&uuml;&szlig;igkeit,<br />
was des Zahnarzts Herz erfreut,<br />
in Stockholm, Amsterdam, Paris,<br />
wenn er behandelt Karies.</p>
<p>Und alle Menschen sind voll Freude,<br />
die armen und die reichen Leute.<br />
Alle schauen fr&ouml;hlich drein,<br />
denn mit Schu&szlig; war der Gl&uuml;hwein.</p>
<p>Reich gedeckt wird dann der Tisch<br />
mit Salat, Bratwurst, Brot und Fisch. [Igitt! (Anmerkung des Autors)]<br />
Und irgendwann sind alle satt,<br />
dann freut sich, wer ein Schn&auml;pschen hat.</p>
<p>Etwas merkw&uuml;rdig war das Gedicht ja schon, aber der Weihnachtsmann hat schon so viel erlebt, da&szlig; es ihn nicht wirklich verwunderte. Er lobte Henriette und holte ein Geschenk nach dem anderen aus seinem Sack.</p>
<p>Freudig und voller Spannung begann das kleine M&auml;dchen das erste Geschenk zu &ouml;ffnen. Es l&ouml;ste die Schleife, entfernte das Papier, &ouml;ffnete den Karton und sah: Nichts. Das Geschenk war leer. Da war nat&uuml;rlich Verwirrung angesagt.</p>
<p>Sie griff sich das n&auml;chste Geschenk, &ouml;ffnete selbiges und fand den gleichen Inhalt. So ging es Geschenk f&uuml;r Geschenk. Leer! Leer! Alles leer!</p>
<p>Was war los? Hatte es der Weihnachtsmann etwa n&ouml;tig, seinen Gl&uuml;hweinkonsum mit Leergeschenken zu finanzieren. Offenbar nicht, denn der Rotkittel war selbst h&ouml;chsterstaunt &uuml;ber diese Gaben.</p>
<p>&#8220;Das kann doch nicht wahr sein! Wenn ich den Mistwichtel erwische, der das verbockt hat. Der kann sich vielleicht was anh&ouml;ren! Hundert Jahre Geschirrsp&uuml;ldienst bekommt der aufgebrummt!&#8221; Mit hochrotem Kopf rannte der Weihnachtsmann zur&uuml;ck zum Schlitten. &#8221; So schnell wie m&ouml;glich zur&uuml;ck zur Basis!&#8221; rief er Rudi zu. &#8220;Aber la&szlig; Dich<br />
nicht wieder blitzen!&#8221;</p>
<p>Kaum angekommen, lie&szlig; er alle Wichtel auf dem Hof antreten. &#8220;Habt ihr eine Ahnung, wie ich mich blamiert habe?&#8221; Der Weihnachtsmann war noch immer w&uuml;tend und stinksauer. &#8220;Welcher Ulkwichtel hat die Geschenke aus den Verpackungen genommen?&#8221;</p>
<p>Z&ouml;gerlich und mit gesenktem Haupt trat Verpackungswichtel Vincent vor. &#8220;Ich wollte auch mal Geschenke bekommen.&#8221; sagte er bockig. &#8220;Jahr f&uuml;r Jahr packe ich Geschenke ein und nie bekomme ich welche.&#8221; Fa&szlig;t h&auml;tte der Weihnachtsmann Vincent eine Ohrfeige verpa&szlig;t, aber Gewalt ist keine L&ouml;sung und hat daher in einem modernen M&auml;rchen nichts verloren.</p>
<p>&#8220;Wenn Du nicht sofort alle Geschenke einpackst&#8221;, drohte der Alte, &#8220;dann vergesse ich mich.&#8221; Vincent rannte sofort ins Lager und packte in Windeseile alle Geschenke ein. So konnten, wenn auch mit leichter Versp&auml;tung, doch noch alle Kinder beschenkt werden.</p>
<p>Wieder zuhause angekommen, sa&szlig; der Weihnachtsmann in seinem Sessel, nahm einen gro&szlig;en Schluck aus seiner Gl&uuml;hweintasse und rief seinem Notierwichtel Norbert zu: &#8220;Notier mal! N&auml;chstes Jahr gibt es auch f&uuml;r die Wichtel Geschenke.&#8221;</p>

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		<title>Weihnachtsm&#228;rchen 2001</title>
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		<pubDate>Thu, 10 Jul 2008 14:44:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>scheddel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Bier]]></category>
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		<category><![CDATA[Rum]]></category>
		<category><![CDATA[Weihnachtsmann]]></category>
		<category><![CDATA[Weihnachtsmärchen]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Hey, aufwachen!&#8221; Der Weihnachtsmann g&#228;hnte herzlich, blickte sich m&#252;de um, dreht sich zur Seite und machte die Augen wieder zu. &#8220;Weihnachtsmann, die Kinder warten.&#8221; Der Weihnachtsmann schlug die Augen wieder auf. &#8220;Aber nicht doch jetzt schon. Es ist doch noch dunkel.&#8221; Der Wichtel lie&#223; nicht locker: &#8220;Klar doch. Es mu&#223; ja auch dunkel sein. Wir [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="content">&#8220;Hey, aufwachen!&#8221; Der Weihnachtsmann g&auml;hnte herzlich, blickte sich       m&uuml;de um, dreht sich zur Seite und machte die Augen wieder zu.       &#8220;Weihnachtsmann, die Kinder warten.&#8221; Der Weihnachtsmann schlug die       Augen wieder auf. &#8220;Aber nicht doch jetzt schon. Es ist doch noch       dunkel.&#8221; Der Wichtel lie&szlig; nicht locker: &#8220;Klar doch. Es mu&szlig; ja auch       dunkel sein. Wir haben Polarnacht.&#8221; &#8211; &#8220;Und mein Sch&auml;del brummt. Ich       glaube, mein Kopf ist ein Bienenstock.&#8221; &#8211; &#8220;Ach was, das ist nur der       Kater. Ein, zwei Aspirin und gut ist.&#8221; &#8211; &#8220;Kater?&#8221; &#8211; &#8220;Nat&uuml;rlich, Rudi       brauchte doch &#8211; wie jedes Jahr &#8211; eine rote Nase und er wollte einfach       keinen Gl&uuml;hwein trinken. Dann wolltest Du ihn animieren und ihr habt       dann zehn Liter Gl&uuml;hwein vertilgt. Rudi hat die ganze Nacht       schweinische Lieder gesungen und Du hast so ges&auml;gt, da&szlig; in Lappland       kein Baum mehr steht.&#8221;</p>
<p class="content">&#8220;Ich mag aber nicht aufstehen.&#8221; meinte der Weihnachtsmann. &#8220;Los, raus       aus den Federn! Du wirst erwartet.&#8221; &#8211; &#8220;Ich will nicht. Die Kinder       warten doch auch sp&auml;ter noch. K&ouml;nnen wir die Geschenke nicht morgen       verteilen?&#8221; Der Weckwichtel machte ein ernstes Gesicht und redete       dem Rauschebart ins Gewissen: &#8220;Wenn Du heute nicht bescherst, verlierst       du deine Lizenz und bekommst auch von der EU keine F&ouml;rdermittel mehr.&#8221;</p>
<p class="content">Er hatte es dann auch gleich eingesehen und stand auf, schlurfte ins       Badezimmer, wusch sich, k&auml;mmte sich Haar und Bart, entfernte mit       seinem B&uuml;geleisen die letzten Falten aus seinem roten Mantel und       hoffte, da&szlig; der angesetzte Gl&uuml;hwein ihn wieder munter macht.</p>
<p class="content">Die Wichtel weckten derzeit Rudi, schoben in vor den Schlitten und       packten die Geschenke in jenes Gef&auml;hrt. Der Weihnachtsmann kam auch       schon mit seiner Thermoskanne und es konnte endlich losgehen.</p>
<p class="content">Naja, fast. Rudi flog erst zweimal auf die Nase statt in die Luft,       aber dann ging es wenigstens vorw&auml;rts. Es gab nicht einen einzigen       Stau. (In fliegenden Schlitten, die von Rentieren mit roten Nasen       gezogen werden, zu reisen, w&auml;re die L&ouml;sung f&uuml;r die Zukunft, aber       leider kann das immer nur einer und das ist nun mal der Weihnachtsmann.)</p>
<p class="content">Nach kurzer Reisezeit &#8211; gerade mal ein Becher Gl&uuml;hwein &#8211; kam der       Weihnachtsmann in der Zivilisation an, schaute auf das Schild an       der T&uuml;r und stellte fest: &#8220;Hmm, Schr&ouml;der, Maria, steht auf der Liste,       da mu&szlig; ich wohl mal klingeln.&#8221; Gesagt, getan, er schellte an der       Pforte, ihm ward ge&ouml;ffnet und von der Familie voller Freude in       die Stube gef&uuml;hrt.</p>
<p class="content">&#8220;Na, gut.&#8221; meinte der Rotkittel. &#8220;Machen wir es kurz. Kannst Du       ein Lied singen oder ein Gedicht aufsagen oder m&ouml;chtest Du Deine       Geschenke gleich so haben?&#8221; Die kleine Maria war entsetzt. Die ganze       Familie war entsetzt. So etwas hatte wahrlich noch niemand erlebt.</p>
<p class="content">Die Oma sprang auf und zog den Weinachtsmann auf den Flur, wo       sie ihn dann auch zu Rede stellte: &#8220;Mir ist durchaus bewu&szlig;t, da&szlig;       sich die Zeiten ge&auml;ndert haben. Weihnachten ist eine l&auml;stige       Pflichtveranstaltung der V&ouml;llerei und Trinkerei geworden, dennoch       kann es nicht angehen, da&szlig; ein Weihnachtsmann seine Ideale vergi&szlig;t       und den Kindern ihre Illusionen nimmt.&#8221;</p>
<p class="content">Er hatte es auch gleich eingesehen und betrat erneut die Stube:</p>
<blockquote class="content"><p>Hohoho, da bin ich wieder,<br />
denn ich war schon einmal hier.<br />
Der Gl&uuml;hwein haute mich darnieder,<br />
ein Weihnachtsmann, der trinkt kein Bier.</p></blockquote>
<p class="content">Die kleine Maria war verwirrt und schaute gar ungl&auml;ubig, der Rest       der Familie schlug sich die H&auml;nde vor die Gesichter und war kurz       vor einem weiteren Urschrei.</p>
<blockquote class="content"><p>Und auch Schnaps mag ich nicht sehr.<br />
Obwohl, nach einem guten Essen,<br />
wo&#8217;s Braten gibt und noch viel mehr,<br />
mag ich ihn nicht wirklich missen.</p></blockquote>
<p class="content">Nun war alles aus. Der dicke Vater fluchte, die Mutter nahm das       verschreckte Kind in den Arm und versuchte, es zu tr&ouml;sten, und die       Gro&szlig;mutter sch&uuml;ttelte verst&auml;ndnislos den Kopf.</p>
<p class="content">Weihnachten schien gelaufen, doch der Weihnachtsmann, der aufgrund       Gl&uuml;hweinmangels langsam wieder zu Bewu&szlig;tsein kam, merkte scheinbar       doch noch etwas:</p>
<blockquote class="content"><p>Doch davon will ich jetzt nicht reden,<br />
vom Walde drau&szlig;en komm ich her.<br />
Ich wei&szlig;, ihr k&ouml;nnt es nicht mehr h&ouml;ren,<br />
doch geh&ouml;rts dazu und noch viel mehr.</p>
<p>Ihr glaubt, ihr m&uuml;&szlig;t nur Gl&uuml;hwein trinken<br />
und Buden auf den Marktplatz stellen.<br />
Gl&uuml;hwein, Spielzeug, Fisch und Schinken<br />
werden das Gem&uuml;t bestimmt erhellen.</p></blockquote>
<p class="content">Der Weihnachtsmann machte eine kurze Pause, die Familie schaute       verwirrt, gespannt, fasziniert, erschrocken, was auch immer&#8230;</p>
<blockquote class="content"><p>Es geh&ouml;rt viel mehr dazu.<br />
Weihnachten bedeutet Leben.<br />
Was ist denn mit Bastelei,<br />
malen, schneiden, falten kleben?</p>
<p>Oder was ist mit Gesang?<br />
Oder auch nur ein Gedicht?<br />
So einen gar sch&ouml;nen Klang<br />
h&ouml;rte ich schon lange nicht.</p></blockquote>
<p class="content">Die Familie schaute betroffen, der Weihnachtsmann fuhr fort:</p>
<blockquote class="content"><p>Doch ich will nicht weiter klagen,<br />
vielmehr ein Vorbild will ich sein,<br />
gerade jetzt, in diesen Tagen,<br />
m&ouml;chte ich nochmal verzeihen.</p>
<p>So m&ouml;chte ich, da&szlig; ihr jetzt singet,<br />
tanzet, lachet und auch springet,<br />
da&szlig; ihr euch von Herzen freut,<br />
denn wir haben Weihnachtszeit.</p>
<p>Jetzt will ich ein Lied wohl h&ouml;ren,<br />
Maria, oder ein Gedicht.<br />
Die braven Kinder bekommen Geschenke.<br />
Die b&ouml;sen? Nein, die eher nicht.&#8221;</p></blockquote>
<p class="content">Der Abend war gerettet. Maria trug ihr Liedlein vor und bekam daf&uuml;r       einen gro&szlig;en Sack voller Geschenke, wor&uuml;ber sie sich auch sehr freute       und dem Weihnachtsmann deswegen auch um den Hals gefallen w&auml;re, wenn       sie nur die entsprechende Gr&ouml;&szlig;e gehabt h&auml;tte. So konnte sie nur versuchen,       des Weihnachtsmannes dicken Bauch zu umfassen, was ihr leider nicht        g&auml;nzlich gelang, der Weihnachtsmann aber wohl zu w&uuml;rdigen wu&szlig;te.</p>
<p class="content">Die Familie Schr&ouml;der freute sich und lie&szlig; sich die Worte des Weihnachtsmannes       eine Lehre sein, ebenso wie auch viele andere Familien an diesem       Tag, auch wenn es n&auml;chstes Jahr vermutlich wieder v&ouml;llig anders aussehen wird.</p>

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