Archiv für die Kategorie ‘Notizen’

Runterhäßlichen

Mittwoch, 28. Juli 2010

Wenn eine Sache nicht bzw. nicht gut genug aussieht, muß man sie aufhübschen. Man verbessert das Aussehen so lange, bis die Erwartung (über)erfüllt werden.

Sieht eine Sache besser aus als sie soll, muß man sie runterhäßlichen. Man verschlechtert das Aussehen so lange, bis die Erwartungen an die Sache eine bestimmte Schwelle unterschreiten.

Ein Wochenende in Waren (Müritz)

Dienstag, 27. Juli 2010

Auch in diesem Jahr haben die Eltern meiner Freundin uns wieder zu einem Kurzurlaub in Waren (Müritz) eingeladen. Warum sollte man so eine Einladung ablehnen? Es gibt keinen Grund, also nahmen wir die Einladung an und buchten die Bahnfahrt.

Am Donnerstag Vormittag ging es dann los. Der InterConnex bringt einen in gut drei Stunden von Leipzig nach Waren, das zu einem guten Preis und die Fahrradmitnahme ist auch kein Problem.

In Waren angekommen hieß es, schnell das Gepäck wegbringen, denn eine Fahrt mit der Draisine war geplant. Gefahren sind wir die Strecke von Waren nach Schwinkendorf, etwa 13 Kilometer in jede Richtung. Bei Draisine dacht ich erst an so ein Ding mit großem Hebel, aber es waren Alu-Fahrraddraisinen. Die sind ausgelegt für bis zu vier Personen – zwei fahren, der Rest wird gefahren.

Am zweiten Tag war eine Radtour angesetzt und dieser Plan wurde natürlich auch umgesetzt. Erst ging es von Waren nach Federow. In Federow wird live aus einem Adler-Horst übertragen. Da in besagtem Horst gerade nichts los war – alle waren ausgeflogen – gab es ein paar ältere Aufnahmen aus diesem Jahr, z.B. Fütterungen und erste Flugversuche.

Von Federow ging es weiter nach Schwarzenhof und von dort aus nach Boek. Im Gutshaus Boek befindet sich ein kleines, aber feines Zinnfiguren-Museum. Neben historischen Szenen sind unter anderem Märchen dargestellt.

Der Rückweg führte dann vorbei am Käflingsberg und selbstverständlich ging es die 167 Stufen den Käflingsbergturm hinauf. Dieser Turm ist nicht nur ein Feuerwacht- und Mobilfunksendeturm, sondern auch ein Aussichtsturm, was sich auch anbietet, den Aussicht gibt es dort oben sehr reichlich. Man möchte sagen: soweit das Auge reicht.

Der Samstagvormittag galt dem Shoppen, nachmittags ging es dann in den Kletterwald Müritz. Obwohl ich mehrere Parcours geklettert bin, hatte ich erstaunlicherweise kaum Muskelkater. Am Abend ging es dann noch in den fünften Teil der Müritz-Saga mit dem Titel “Die Maske fällt”. Ich muß zugeben, daß mich nicht sonderlich überrascht hat, wer da hinter der Maske steckt, unterhaltsam war es aber dennoch. Und die Naturbühne auf dem Mühlenberg ist allemal einen Besuch wert.

Am Sonntag ging es dann nach einer Partie Minigolf zurück nach Leipzig. Der Zug war diesmal voller, aber glücklicherweise hatten wir ja reserviert.

Alles in allem ein abwechslungsreiches, kurzweiliges Wochenende, das zur Nachahmung empfohlen werden kann.

Nach all den wunderbaren Jahren

Montag, 12. Juli 2010

Es war im Dezember 2004. Angespornt durch selbstgebaute Pfefferkuchenhäusschen beschlossen der Keiler und ich den Bau einer Pfefferkuchenburg. Wir planten das Aussehen, fertigten entsprechende Schablonen und besorgten uns die Zutaten.

Wir besorgten aber dummerweise nicht alle Zutaten. So mußten wir im ersten Anlauf erfahren, daß Hirschhornsalz und Pottasche doch wichtige Zutaten waren. Das Backwerk war hart, an eine Weiterverarbeitung war nicht zu denken. Wenigstens ließ sich die Bodenplatte und das Burggrabenkrokodil verwenden.

Im zweiten Anlauf hatten wir dann alle notwendigen Zutaten. Der Teig wurde zubereitet, ausgerollt und entsprechend der Schablonen geschnitten. Und dann kam alles in den Ofen. Nach dem Backen mußten wir die zweite Lektion lernen: Es existiert ein Teigausdehnungskoeffizient. Die Burg wurde somit größer als geplant und so mußte eine weitere Bodenplatte her.

Wir haben dann mehrere Teil zzurechtgeschnitten und gelernt: Für gerade Schnitte lohnt sich die Hinzunahme einer Tafel Schokolade. Schokolade läßt sich auch sehr gut in Zinnen verwandeln. Und Fenster und Türen lassen sich auch durch Schokosplitter ans Backbauwerk bringen.

Nach zwei Tagen Arbeit wurde reichlich Puderzucker über der Burg verteilt, schließlich war ja Winter. Und so sah die Burg dann aus:

34.jpg

Nach nunmehr fünfeinhalb Jahren ist der Schnee grau geworden und überhaupt sah die Burg nicht mehr so schön aus. Eine Sanierung wäre zu aufwendig gewesen und unter Denkmalschutz stand sie auch nicht. Und so kam das Unvermeidliche: Die Burg wurde abgebrochen und es bleiben nur noch die Erinnerungen.

Die Frage ist nun: Welches Bauwerk könnte ich als nächstes aus Pfefferkuchen nachbauen?

Tschüß, VZ!

Mittwoch, 07. Juli 2010

Es muß etwa vier Jahre her sein, da hatte ich mich bei StudiVZ angemeldet. Ich war neugierig. Ich meldete mich zu dieser Zeit in einigen Communities an. Mich interessierte, wie sie aufgebaut sind, welche Features sie zu bieten haben etc. Und da StudiVZ in aller Munde war, verstärkte sich meine Neugier.

Ich meldete mich also an. Dann kam, was kommen mußte: Ich nahm am Wer-gewinnt-in-kürzester-Zeit-die-meisten-Freunde – Wettbewerb teil, ich trat mehr oder weniger sinnvollen Gruppen bei, ich lud Fotos hoch und markierte die Leute auf eigenen und fremden Fotos.

Später, mit dem Ende des Studiums, kam der Wechsel zu meinVZ. Die Verlinkungen wurden dann nach und nach entfernt, Fotos verschwanden und die Gruppenliste wurde auch bereinigt.  Am Ende blieben zwei regelmäßige Aktionen übrig:

  • einloggen
  • ausloggen

Das sind zweifelsohne wichtige Funktionen eines jeden Portals, aber kein Grund, irgendwo angemeldet zu sein. Deswegen habe ich mich abgemeldet.

Rekursion

Dienstag, 22. Juni 2010

Vor langer, langer Zeit habe ich in de.talk.bizarre einmal erklärt, was Rekursion ist. Dem Rest der Welt möchte ich dieses Wissen natürlich nicht vorenthalten.

Da bezüglich Rekursion noch die eine oder andere Wissenslücke besteht, möchte ich doch nun mal erklären, was Rekursion eigentlich ist.
Man stelle sich einen Raum mit Leuten vor. Weiterhin stelle man sich eine Tüte Bonbons in der eigenen Hand vor, aus der man sich ein Bonbon nehmen und genießen möchte.
Nun ist es aber so, daß auch die anderen Leute in dem Raum Bonbons mögen. Weil man gern teilt, geht man also von Leut zu Leut und läßt ihn je ein Bonbon aus der Tüte nehmen. Am Ende hat jeder der anderen je ein Bonbon und man kann sich endlich sein Bonbon nehmen. Nein, kann man nicht, denn die Tüte ist leer.
Jetzt probieren wir das mal rekursiv: Da ist wieder diese Tüte, aus der man gern ein Bonbon hätte, und die vielen anderen Leute, die auch Bonbons mögen. Diesmal aber gehen wir nicht von Person zu Person, sondern beauftragen eine Person damit, die Bonbons zu verteilen, als Belohnung darf sich der Verteiler auch ein Bonbon nehmen. Der Beauftragte aber ist zum Verteilen zu faul und beauftragt eine andere Person mit der Distribution der Süßwaren, welche wiederum eine andere Person beauftragt und so weiter und so fort. Irgendwann hat jemand die Aufgabe, an null Leute Bonbons zu verteilen und sich danach selbst eins zu nehmen und die Tüte wandert die ganze Auftraggeberhierarchie nach oben. Am Ende bekommt man die Tüte zurück, man möchte sich ein Bonbon nehmen, aber da ist keins mehr.
Was also ist Rekursion? Rekursion ist, wenn am Ende trotzdem kein Bonbon mehr überbleibt.

Quelle: <slrncng08s.1im.tonne@toxoplasmose.karlvalentin.de>

 
 
 
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